Benko löst Berggruen ab: Kartellamt winkt Karstadt-Übernahme durch

Benko löst Berggruen ab: Kartellamt winkt Karstadt-Übernahme durch

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Kartellamt gibt grünes Licht: Rene Benko kann Karstadt übernehmen.

Weg frei für Benkos Karstadt-Übernahme: Das Kartellamt hat den Deal am Donnerstag durchgewunken.

Der österreichische Immobilien-Investor Rene Benko hat bei Karstadt endgültig freie Hand: Das Kartellamt gab am Donnerstag nach kurzer Prüfung grünes Licht für die Übernahme der angeschlagenen Warenhauskette durch Benkos Signa Holding. "Letzten Endes wird hier ein Investor durch einen anderen ausgetauscht", sagte Kartellamtschef Andreas Mundt zur Ablösung des bisherigen Karstadt-Eigners Nicolas Berggruen durch Benko.

Dieser hat nun das Sagen. Zuletzt war eine Aufsichtsratssitzung zu den mit harten Einschnitten verbundenen Sanierungsplänen mit der Begründung verschoben worden, die Zustimmung der Wettbewerbshüter stehe noch aus. Dies gilt nun nicht mehr. Benko müsse jetzt rasch Klarheit über seine Pläne mit Karstadt schaffen, forderte die Gewerkschaft Verdi.

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"An der Marktstellung der einzelnen Karstadt-Warenhäuser ändert sich aus wettbewerblicher Sicht nichts", begründete Mundt die rasche Entscheidung seiner Behörde. Erst am vergangenen Freitag hatte Benko seine Pläne in Bonn zur Prüfung vorgelegt. Der umstrittene Investor hatte die Anteile Berggruens zum symbolischen Preis von einem Euro übernommen, schweigt sich bislang aber über seine Vorstellungen für die Zukunft Karstadts aus.

Seine Übernahme des kriselnden Traditionskonzerns hatte Spekulationen um eine deutsche Warenhaus AG - einer Zusammenlegung Karstadts mit der Metro-Tochter Kaufhof - neue Nahrung gegeben. Benko hatte sich in der Vergangenheit bereits um Kaufhof bemüht, Metro winkte aber ab. In Branchenkreisen hatte es jüngst aber geheißen, Benko habe in den vergangenen Monaten Kontakte zu Metro-Großaktionär Haniel geknüpft. "Die Frage einer sogenannten Deutschen Warenhaus AG stellte sich in diesem Verfahren nicht", stellte Mundt dazu klar.

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Die rund 17.000 Karstadt-Mitarbeiter müssen nun weiter bangen, wie es mit der Kette weitergeht. Benko müsse ein tragfähiges und nachhaltiges Zukunftskonzept auf den Tisch legen, forderte eine Verdi-Sprecherin. Karstadt wollte sich zu der Entscheidung des Kartellamts und möglichen neuen Terminen für die mit Spannung erwartete Aufsichtsratssitzung nicht äußern, Sprecher Benkos waren erneut nicht zu erreichen.

Vor einer Sitzung des Gremiums muss Benko zudem noch seine Vertreter in dem Kontrollgremium entsenden. Karstadt-Aufsichtsratschef Stephan Fanderl hatte aber bereits verkündet: "Wir werden die Sanierung der Karstadt Warenhaus GmbH zügig und entschlossen angehen." Er hatte "schmerzhafte Einschnitte" angekündigt und die Überlebensfähigkeit von mehr als 20 Häusern infrage gestellt.

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