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Bertelsmann: Mehr Ressourcen für Autoren

Bertelsmann: Der mächtigste Bücher-Boss der Welt

Mehr Ressourcen für Autoren

  • Im Wettbewerb mit Amazon und Apple, die Autoren damit locken, ihre Werke direkt über ihre Internet-Seiten oder im Selbstverlag zu vermarkten, setzt Dohle, der sich selber derzeit in die Autobiografie des Schriftstellers Salman Rushdie vertieft, auf die Kombination aus klassischer Verlagsarbeit samt Talentsichtung und Betreuung durch Lektoren und wachsender technologischer Expertise: „Wir können unseren Autoren noch mehr und bessere Ressourcen zur Verfügung stellen, um mit ihren Lesern in Kontakt zu treten.“

So hat sich Random House 2011 die Digitalagentur Smashing Ideas aus Seattle einverleibt, die mit 70 Entwicklern unter anderem Bücher-Apps für die Lektüre auf Mobilgeräten konzipiert. In die gleiche Richtung ging jüngst die im Sommer vereinbarte Kooperation mit einer anderen Bertelsmann-Tochter, dem Film- und Fernsehproduzenten Fremantle Media. Der will aus Random-House-Büchern Filme oder TV-Serien machen – für viele Schriftsteller eine lukrative Chance.

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Kritik, durch die Konzentration hätten Autoren weniger Auswahl, welchen Verlagen sie ihre Bücher zur Veröffentlichung anvertrauen könnten, wie sie etwa der Züricher Literaturagent Peter Fritz im Fachblatt „Buchreport“ anbrachte, kontert Dohle. Penguin Random House werde aus mehr als 250 dezentralen kreativen Zellen bestehen, „deren Unabhängigkeit wir respektieren.“ Die einzelnen Häuser stünden auch in Zukunft miteinander im Wettbewerb : „Der CEO kauft nicht die Bücher.“

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Bertelsmann wird auf den zweifachen Vater Dohle aufpassen müssen: Branchenkenner sagen, mit dem Deal habe sich der Sauerländer endgültig als Verlagsgröße etabliert – und die Suchscheinwerfer internationaler Headhunter auf sich gezogen: „Der steht jetzt ganz oben auf der Liste.“

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Kommentar | 1Alle Kommentare
  • 09.11.2012, 10:14 Uhrwulff

    Gegen Unternehmen wie Amazon hat der "Bücherbund" kaum Chancen.
    Mit neuen Konzepten hätten die Leute schon vor 10 Jahren anfangen müssen.

    Der Zug ist abgefahren, trotz großer Sprüche vom schuldenfinanzierten "Milliardendeal".

    Solche Deals machen unsere Finanzminister seit 1970.

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