Bieterkampf um Kaufhof: Berggruen fordert „sauberen Verkaufsprozess“

Bieterkampf um Kaufhof: Berggruen fordert „sauberen Verkaufsprozess“

, aktualisiert 17. November 2011, 10:22 Uhr
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Nicolas Berggruen sieht sich im Rennen um Kaufhof benachteiligt.

Quelle:Handelsblatt Online

Karstadt-Eigner Nicolas Berggruen fordert den Metro-Konzern auf, sich mit seinem Angebot für die Warenhauskette Kaufhof auseinanderzusetzen. Berggruen kritisierte, dass Signa im Bieterrennen bevorzugt werde.

DüsseldorfDer Karstadt-Eigner Nicolas Berggruen hat im Bieterrennen um die konkurrierende Warenhauskette Kaufhof sein Interesse unterstrichen. „Wir sind der logische Käufer, denn wir könnten die beiden großen deutschen Warenhausketten unter einem Dach bündeln“, sagte der Milliardär der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) (Donnerstagausgabe). Doch die Kaufhof-Mutter, der Handelskonzern Metro, zögere, sich mit seinem Angebot auseinanderzusetzen, und bevorzuge stattdessen den österreichischen Immobilieninvestor Signa.

Metro hat mittlerweile drei Angebote für seine Warenhauskette Kaufhof auf dem Tisch liegen. Neben Berggruen und dem Unternehmen Signa mit seinem Chef Rene Benko könnte der Düsseldorfer Handelsriese auch auf eine Offerte eines Konsortiums um den ehemaligen KarstadtQuelle-Chef Wolfgang Urban zurückgreifen. Urban hat aber zunächst nur nach einem Mehrheitsanteil an Kaufhof die Fühler ausgestreckt.

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Berggruen kritisierte, dass Signa im Bieterprozess bevorzugt werde. „Signa macht seit vier Wochen eine eingehende Unternehmensprüfung, auch für jede einzelne Immobilie, und hat einen riesigen zeitlichen Vorsprung“, sagte der Karstadt-Eigner. Ihm habe die Metro lediglich in einer E-Mail mitgeteilt, dass das Unternehmen zögere, sich mit seinem Angebot überhaupt auseinanderzusetzen. „Da dachte ich erst, das sei ein Witz“, sagte der Milliardär. Berggruen forderte einen „sauberen Verkaufsprozess“, der allen ernsthaft interessierten, seriösen Partnern Einblick in die relevanten Daten gebe.

Berggruen stellte zudem in Frage, dass Benko ein Interesse am operativen Warenhausgeschäft habe. Er frage sich, „warum ein Immobilieninvestor wie Signa, dessen Fokus ja nicht die strategische Weiterentwicklung des Warenhauses, sondern vor allem anderen die Mieterträge aus den Immobilien ist, überhaupt so interessiert ist“. Bei den genannten Preisen für Kaufhof und seine Immobilien seien die Mietrenditen für einen Immobilieninvestor gar nicht mehr besonders spannend, es sei denn die Mieten würden nach der Übernahme stark erhöht oder die Häuser anders als als Warenhäuser genutzt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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