Braas Monier: Zusammenlegung mit dänischer Icopal fix

Braas Monier: Zusammenlegung mit dänischer Icopal fix

, aktualisiert 03. April 2017, 18:04 Uhr
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Das Logo des hessischen Dachpfannen-Herstellers Braas Monier.

Quelle:Handelsblatt Online

Trotz zahlreicher Differenzen zwischen beiden Unternehmen soll der hessische Konzern Braas Monier nun doch mit dem dänischen Flachdach-Spezialisten Icopal zusammengelegt werden.

FrankfurtDer hessische Dachpfannen-Hersteller Braas Monier soll nun doch mit dem dänischen Flachdach-Spezialisten Icopal zusammengelegt werden. Das US-Familienunternehmen Standard Industries, das für Braas gut eine Milliarde Euro gezahlt hat, kündigte am Montag an, sein Europa-Geschäft unter dem Namen BMI Group zusammenzulegen. Sitz der Holding soll London werden. Mit 15.000 Mitarbeitern und 186 Werken werde BMI der größte Dachbaustoff-Konzern in Europa, Braas allein kam auf knapp 8000 Mitarbeiter. Die Braas-Vorstände Georg Harrasser und Matthew Russell, die monatelang gegen die Übernahme gekämpft hatten, sollen in die Führung des neuen Unternehmens einziehen.

Trotz aller Differenzen sei man in den Verhandlungen stets respektvoll miteinander umgegangen, betonte Standard-Industries-Co-Chef David Millstone im Gespräch mit Reuters. „Es ging immer nur um den Firmenwert und den Preis, aber es gab nie Zweifel am Sinn der Fusion.“ Braas-Monier-Chef Harasser erhält den Titel eines „President“ von BMI, Russell bleibt Finanzchef. Geführt wird BMI vom bisherigen Icopal-Chef Tony Robson. „Das Top-Management wird nach London umziehen. Aber wir werden stark in Oberursel bei Frankfurt und in Kopenhagen präsent bleiben“, sagte Millstone. „Aber natürlich werden wir uns anschauen, wie wir das Unternehmen effizienter führen können.“

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Standard Industries hatte in den Verhandlungen lange Zeit beteuert, es gebe keine Pläne für eine Zusammenführung von Braas und Icopal. „Das hat sich so entwickelt“, sagte Co-Chef David Winter. „Es ging immer um Wachstum und nicht um die klassischen Kostensynergien.“ Zur Zukunft von Braas Monier an der Börse wollte sich der neue Mehrheitsaktionär nicht äußern. Bisher hat sich Standard Industrie 94,5 Prozent der Anteile gesichert. Die Braas-Aktionäre können ihre Anteile nach luxemburgischem Recht aber noch bis Ende Juni andienen.

Die Amerikaner haben mit der Übernahme ihr Ziel erreicht, den europäischen Dachbaustoff-Markt zu erobern - für Schräg- (Braas Monier) wie für Flachdächer (Icopal). Die Einkaufstour ist damit aber noch nicht zu Ende: „Wir werden auch weiter in Europa Gelegenheiten für Investitionen und Übernahmen rund um den Dach- und Abdichtungs-Markt prüfen“, sagte Winter.

Quelle:  Handelsblatt Online
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