Deutsche Bank
Mitt Romney war der eindeutige Favorit der Wall Street. Die Beschäftigten der dort aktiven Investmentbanken wie Goldman Sachs, Bank of America und Credit Suisse zählten zu seinen eifrigsten Spendern. Auch die Angestellten der Deutschen Bank unterstützten ganz überwiegend den Republikaner. Laut der Internetseite opensecrets ließen sie für den Wahlverlierer rund 140.000 Dollar springen, Obama bekam von ihnen nur 27.000.
Kein Wunder: Romney als ehemaliger Chef des Finanzinvestor Bain Capital gilt Bankern als einer der ihren. Sie erhofften sich von ihm nicht nur weniger Steuern, sondern auch eine mögliche Abmilderung der Finanzmarktregeln "Dodd-Frank". Dazu hatte sich Romney im Wahlkampf nur vage, aber grundsätzlich entgegenkommend geäußert.
Für die Institute heißt das nun, dass zum Beispiel das Verbot des Eigenhandels und eine Beschränkung der Beteiligung an Hedgefonds unverrückbar bleiben. Das gilt auch für das US-Geschäft der Deutschen Bank, deren Aktienkurs bis zum Mittag um 0,5 Prozent nachgab.