Branchentreffen in Cancun: Airlines werden zuversichtlicher

Branchentreffen in Cancun: Airlines werden zuversichtlicher

, aktualisiert 06. Juni 2017, 00:21 Uhr
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Die Fluggesellschaften blicken zwar optimistischer auf das laufende Jahr, doch herrscht Unsicherheit über politische Risiken - vor allem ausgelöst durch den neuen US-Präsidenten Donald Trump.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Fluggesellschaften rechnen dank eines unerwartet hohen Aufkommens an Fluggästen wieder mit besseren Geschäften. Gewinne im Jahr 2017 dürften dennoch deutlich sinken. Sorgen bereiten vor allem politische Risiken.

CancunDie internationale Luftfahrtbranche blickt wieder etwas zuversichtlicher auf das laufende Geschäftsjahr. Der Gewinn dürfte 2017 weltweit 31,4 Milliarden Dollar (27,9 Milliarden Euro) erreichen, teilte der Branchenverband International Air Transport Association (IATA) am Montag beim Jahrestreffen in Cancun mit. Vergangenen Dezember hatte die Prognose noch um 1,6 Milliarden Dollar niedriger gelegen. Allerdings liegt die neue Schätzung immer noch fast zehn Prozent unter den 34,8 Milliarden Dollar im Vorjahr, als niedrige Kerosinpreise für kräftigen Rückenwind gesorgt hatten.

Für Ungewissheit bei der Geschäftsprognose sorgt jedoch die weiterhin drohende Ausweitung eines Laptop-Verbots auf Flügen von Europa in die USA. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump erwägt diesen Schritt und begründet dies mit der Gefahr von Anschlägen. Terroristen sollen Wege gefunden haben, Sprengstoff in solchen Geräten an Bord zu schmuggeln. Die Airlines fürchten erhebliche Geschäftseinbußen und rätseln bislang noch, warum die bisherigen Sicherheitskontrollen an den Flughäfen nicht ausreichen sollen.

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Auch an der Aufkündigung des Pariser Klimaschutzpakts durch die Trump-Administration übte die IATA Kritik und rief die Regierungen dazu auf, sich weiter für nachhaltigen Flugverkehr einzusetzen. An den Klimaschutzzielen der Branche ändere sich nichts.

Der Verband ist zudem besorgt über freihandelsfeindliche Tendenzen. Protektionismus stelle eine Bedrohung für die Industrie dar, warnte Generalsekretär Alexandre de Juniac. Die IATA vertritt 275 Fluggesellschaften, die rund 83 Prozent des weltweiten Luftverkehrs ausmachen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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