BrandIndex: Amazon, das Maß der Dinge

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kolumneBrandIndex: Amazon, das Maß der Dinge

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Abgesehen von Audible erfreuen sich alle Angebote des Internethändlers immer größerer Beliebtheit.

Kolumne von Markus Braun

Seit 20 Jahren krempelt Amazon den Handel um. Vor allem Verbraucher sind voll des Lobes. Nahezu alle Angebote des Konzerns gewinnen deutlich an Beliebtheit.

Das Staunen ist groß. Anlässlich von 20 Jahren Amazon wird der Versand-Gigant öffentlich bewundert – vor allem wegen des großen wirtschaftlichen Erfolgs und der innovativen Geschäftsstrategien. Erfolg konnte sich natürlich nur deshalb einstellen, weil die Verbraucher Amazon sehr positiv gegenüberstehen. Wie groß die Liebe ist, zeigt der YouGov-Markenmonitor BrandIndex.

Die vergangenen 20 Jahre waren für Amazon ein Riesenerfolg, aber es reicht schon, sich nur mal die BrandIndex-Werte von diesem Jahr anzusehen: Von +28 auf +38 Punkte kletterte Amazon seit Jahresanfang in unserer Gesamtwertung, die Verbrauchermeinungen zu verschiedenen Kriterien zusammenfasst und auf einer Skala von -100 bis +100 Punkten abbildet. Amazon ist damit auf Platz 3 der beliebtesten Einzelhändler in Deutschland vorgerückt. Unter den 60 im BrandIndex vertretenen und vergleichbaren Marken sind nur die Drogeriemärkte Rossmann (+43 Punkte) und dm (+53) noch beliebter.

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In wichtigen Einzelkategorien wie Qualitätswahrnehmung und Preis-Leistungs-Verhältnis ist Amazon ebenfalls in der Spitzengruppe. Stellen wir Verbrauchern auf ihr zukünftiges Kaufverhalten zielende Fragen, dominiert Amazon das Feld schon jetzt: 62 Prozent geben an, Amazon bei künftigen Einkäufen in die engere Wahl zu nehmen, 27 Prozent sagen sogar, dass sie am wahrscheinlichsten bei Amazon einkaufen werden. Zum Vergleich: Ebay nehmen 43 Prozent der Verbraucher in die engere Wahl, Kaufhof 25 Prozent.

Nur Audible stagniert

Neben der guten Qualität und den guten Preisen, die Amazon laut Meinung der Verbraucher bietet, dürfte die große Beliebtheit auch mit dem umfangreichen Produktsortiment zusammenhängen. Dazu gehören auch die vielen konzerneigenen Produkte und Dienstleistungen. Der Ebook-Reader Kindle, der Streaming-Dienst Instant Video und die Fire-TV-Geräte entwickelten sich im BrandIndex ebenfalls erfolgreich.

Amazon Kleiner Gewinn führt zu großem Kurssprung

Amazon kann auch Geld verdienen. Ein völlig überraschender Gewinnausweis zusammen mit hohen Umsatzsteigerungen lässt die Wall Street verrückt spielen. Die Aktie schießt in die Höhe. Und das liegt auch an Deutschland.

Päckchen des Online-Versandhändlers Amazon liegen in einem Treppenhaus Quelle: dpa

Einzig der zu Amazon gehörende Hörbuch-Shop Audible stagniert bei +12 Indexpunkten. Doch mit Ideen wie „Immersion Reading“, bei dem sich nahtlos zwischen Hörbuch und Kindle-Ebook wechseln lässt, zeigt sich das Unternehmen auch dort innovativ. Andere Innovationen wie der Lebensmittel-Lieferdienst Amazon Fresh, der Hardware-Bestellbutton „Dash“ oder die Lieferung innerhalb von zwei Stunden mittels „Prime Now“ werden noch in den USA getestet, bevor sie nach Europa und nach Deutschland kommen. Doch vermutlich werden Verbraucher auch diese Dienste mögen und gerne einen Aufpreis dafür bezahlen.

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Das zeigt der Erfolg von Amazon Prime, bei dem Kunden für knapp 50 Euro pro Jahr unter anderem kostenlose Lieferungen, Videostreams und Online-Speicherplatz in der Amazon-Cloud bekommen. Das Prime-Modell macht sich für Amazon auch in Sachen Kundenbindung bezahlt: Wie der BrandIndex zeigt, ist der Anteil derer, die Amazon beim nächsten Kauf in Betracht ziehen unter Prime-Kunden besonders hoch.

Die Stärke von Amazon gegenüber der Einzelhandels-Konkurrenz entsteht auch dadurch, dass die Marke international agiert. Von Großbritannien über Japan bis Argentinien: In den meisten Ländern, in denen wir Amazon im BrandIndex führen, gehört das Unternehmen zu den Top-Marken des jeweiligen Wettbewerbsumfelds. In den USA hat die Website amazon.com ein besseres Image als Google, Wikipedia oder Facebook.

Wer das Geschäft macht, wird aber letztlich in jedem Markt vor Ort entschieden. In Deutschland könnte es für Amazon kaum besser aussehen: 56 Prozent der Befragten sagen, sie hätten kürzlich bei Amazon eingekauft.

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