Brandindex: Die Deutschen lieben TV-Geräte aus Asien

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kolumneBrandindex: Die Deutschen lieben TV-Geräte aus Asien

Kolumne von Markus Braun

Auf der diesjährigen Berliner Funkausstellung IFA wollen die großen TV-Hersteller in Sachen "Smart TV " endlich den Durchbruch schaffen, denn bislang konnten sich viele deutsche Verbraucher noch nicht so recht mit der neuen Technik anfreunden. Welche Hersteller die besten Chancen haben, zeigt eine aktuelle Markenanalyse.

Internet im Wohnzimmer – das ist ab dem 6. September wieder eines der großen Themen auf der Berliner Funkausstellung IFA. Je größer ein Flachbildschirm heute ist, desto größer auch die Wahrscheinlichkeit, dass er drahtlos ins heimische WLAN eingebunden werden kann oder eine Netzwerkkabel-Buchse hat. Doch viele Besitzer solcher Geräte benutzen ihren Fernseher nur für eines: zum traditionellen Fernsehen. Eine hohe Anzahl an Smart-TVs in deutschen Haushalten ist sogar überhaupt nicht ans Internet angeschlossen. Den Herstellern ist es hierzulande bisher offensichtlich noch nicht gelungen, die Vorzüge der neuen Geräte effektiv zu kommunizieren. Ein Zusammenschluss der Hersteller und eine entsprechende Kommunikationskampagne sollen nun die Wende bringen.

Welche TV- bzw. Consumer-Electronics-Marken besonders gute Chancen bei den deutschen Verbrauchern haben, offenbart eine aktuelle Markenanalyse auf Basis des Markenmonitors YouGov BrandIndex. Demnach liegen in Sachen Markenstärke derzeit drei Marken klar an der Spitze: Samsung, Sony und Panasonic liefern sich an der +90-Punkte-Marke ein Kopf-an-Kopf-Rennen um das beste Image. Allerdings kann sich Samsung dem BrandIndex zufolge in einer wichtigen Dimension von seinen Konkurrenten absetzen, denn das Preis-Leistungs-Verhältnis von Samsung schätzen die deutschen Verbraucher derzeit als am besten ein.

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Smart-TV verspricht große Geschäfte

Leicht zurück liegt – jedoch mit ebenfalls guten Imagewerten – die aus den Niederlanden stammende Marke Philips. Als einer der letzten verbliebenen großen Player in Europa erreicht Philips aktuell rund +84 BrandIndex-Punkte. Dabei sind auch Philips-Fernseher nicht mehr wirklich europäisch: Der niederländische Konzern hat seine Unterhaltungselektroniksparte Anfang des Jahres an Funai verkauft.

Andere Marken schneiden insgesamt etwas schwächer ab. So entwickelten sich Toshiba und LG in den vergangenen Monaten sehr ähnlich und bewegen sich in diesen Tagen auf einem Niveau von etwa +70 BrandIndex-Punkten. Etwas abgeschlagen erreicht die Marke Sharp rund +54 BrandIndex-Punkte. Allerdings konnte die Marke, die einen vergleichsweise kleinen Marktanteil besitzt, einen gewissen Abwärtstrend in der Imageentwicklung zuletzt stoppen und wieder zulegen.

Vom Geschäft mit Smart-TVs versprechen sich die großen Hersteller für die nächsten Monate gute Geschäfte, umso mehr dürften sie auf positive Effekte der Internationalen Funkausstellung hoffen. Weniger gut ankommen dürften hingegen Meldungen über Sicherheitslücken in Internetfernsehern, durch die Angreifer offenbar über Skype die Kamera von Samsung-Fernsehern kapern könnten, um fremde Wohnzimmer auszuspionieren. Bei steigenden Nutzerzahlen könnten solche Meldungen künftig zu einem handfesten Imageproblem werden, bislang jedoch zeigt sich die Imageentwicklung von Samsung unbeeindruckt.

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