BrandIndex: Von wem sich die Deutschen am liebsten ihr Essen bringen lassen

kolumneBrandIndex: Von wem sich die Deutschen am liebsten ihr Essen bringen lassen

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Auch Amazon steigt ins Lieferdienst-Geschäft ein: prime now liefert Elektronik, Spielzeug, Lebensmittel, Getränke und Drogerieartikel im Idealfall innerhalb einer Stunde.

Kolumne von Markus Braun

In Deutschland können wir zwischen mehreren Diensten wählen, die uns Essen nach Hause bringen. Lieferando, Lieferheld, Foodora & Co kämpfen um unsere Gunst. Keinen finden wir richtig gut.

Einer größeren Öffentlichkeit sind die Lieferdienste, die nicht mehr wie früher nur Pizza und Pasta bringen, sondern auch hochwertige Speisen angesagter Restaurants, wohl spätestens seit dem Tag bekannt, als Lieferando seine große Werbekampagne startete. Diverse Großstädte wurden mit Plakaten zugekleistert mit Sätzen wie „Wasabi da nur bestellt?“ oder „Isch ‘ab misch indisch verliebt.“ Die Werbesätze teilten dem Verbraucher auch gleich mit, wie international das Speisenangebot aufgestellt ist.

Nach wie vor ist die Werbung sehr präsent: 30 Prozent aller derjenigen, die angeben die Marke zu kennen, haben von Lieferando in den vergangenen zwei Wochen Werbung wahrgenommen, genauso viele Verbraucher sagen das für den Bringdienst Lieferheld.

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Inzwischen haben sich einige Lieferdienste in Deutschland etabliert, zumindest in den größeren Städten. Da stellt sich für den Verbraucher die Frage, welcher Dienst am besten die eigenen Wünsche erfüllt. Und der Branchenexperte wundert sich: Sind die Dienste überhaupt profitabel? Und welcher wird wohl am ehesten langfristig bestehen?

Acht Superfoods - und was sie können

  • Quinoa

    Das ist es: Die Quinoa-Pflanze gedeiht im Hochland der Anden. Dort sind die Körner des Fuchsschwanzgewäches eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel der Menschen. Der Gehalt an Eiweiß und einigen Mineralien übertrifft den gängiger Getreidearten. Dafür enthalten Quinoa-Körner kein Vitamin A oder C.

    Superfood-Faktor: Das gerne als "Reis der Inkas" bezeichnete Pseudogetreide ist vielfältig. Die mineralstoffreichen Blätter kommen in den Anden als Gemüse oder Salat auf den Tisch, die senfkorngroßen Nussfrüchte werden gekocht. Besonders wertvoll sind das hochwertige Eiweiß und die ungesättigten Fettsäuren. Quinoa ist vor allem für Menschen mit Glutenunverträglichkeit eine gute Alternative zu anderen Getreidesorten.

    Quellen: aid infodienst e.V., eigene Recherchen

  • Weizengras-Pulver

    Das ist es: Weizengras ist nichts anderes als die jungen Weizensprossen, die einige Tage nach der Aussaat geerntet werden. Es enthält vor allem Vitamin C, E, K, einige Mineralstoffe und ist reich an Eiweiß und Chlorophyll. Weizengras wird meistens als Pulver verkauft und dann mit Wasser vermischt. Es schmeckt: speziell.

    Superfood-Faktor: Oft ist über Weizengras zu lesen, dass es 60-mal mehr Vitamin C als Orangen, 50-mal mehr Vitamin E als Spinat und 30-mal mehr Vitamin B1 als Kuhmilch enthalte. Das ist nicht falsch, aber vor allem ein cleverer Werbetrick. Denn die Angaben beziehen sich auf 100 Gramm Weizengras - von dem ausgepresst nur ein Bruchteil als Saft übrig bleibt. Um die Nährwerte zu erreichen müsste man also 100 Gramm Saft trinken. Doch wer den einmal pur probiert hat, weiß: 100 Gramm bekommt keiner herunter.

  • Açai-Beeren

    Das ist es: Açai-Beeren sind die Früchte der Kohlpalme aus dem Amazonasgebiet. In voller Reife sind die blaubeergroßen Beeren tiefschwarz. Sie sind reich an pflanzlichen Proteinen, Antioxidantien, Kalzium und Vitaminen.

    Superfood-Faktor: Die Açai-Beere ist ein hochwertiges Lebensmittel. Ihre verjüngende und entschlackende Wirkung dagegen ist ein Gerücht - hierfür fehlt der wissenschaftliche Beweis. Wer im Sommer in den Garten geht und Heidelbeeren, Sauerkirschen oder schwarze Johannisbeeren nascht, verspeist die gleichen Inhaltsstoffe.

  • Chia-Samen

    Das ist es: Chia-Samen sind schwarze oder graue Körner der Salbeipflanze. Sie machten angeblich schon die Inka satt. Die Samen enthalten fünfmal so viel Kalzium wie Milch, liefern Antioxidantien, Omega-3-Fettsäuren und reichlich pflanzliche Proteine.

    Superfood-Faktor: Oft wird behauptet, die mittelamerikanischen Samen machten schlank. Der wissenschaftliche Beweis dafür aber fehlt. Trotzdem sind die Inhaltsstoffe interessant. Wegen des hohen Gehalts an Ballaststoffen gelten die Samen als Sattmacher. Heimische Leinsamen haben dieselbe Wirkung, sind aber deutlich günstiger.

  • Chlorella

    Das ist es: Chlorella ist die Bezeichnung für Mikroalgen, die auch in Süßwasser wachsen. Sie liefern Vitamin B12, mehrere Mineralstoffe und viel Eiweiß.

    Superfood-Faktor: Für Veganer können die Algen ein wichtiger Vitamin B12-Lieferant sein. Der Gehalt der Mikronährstoffe hängt allerdings stark von der Wasserqualität ab, in dem die Algen gezüchtet werden. Zudem gibt es Chlorella fast ausschließlich in Tabletten- oder Pulverform zu kaufen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung stuft als bedenklich ein, dass die Algen unerwünschte Stoffe wie Pestizide, Fungizide und Schwermetalle im Körper an sich binden.

  • Kakao-Nibs

    Das ist es: Als Kakao-Nibs werden die getrockneten Stücke der Kakaobohne verkauft. Sie enthalten 54 Prozent Fett, Eiweiß, Mineralstoffe und 300 weitere Inhaltsstoffe. Dazu jede Menge aromagebende Substanzen.

    Superfood-Faktor: Kakao liefert viel Polyphenole, die unter anderem Entzündungen und Krebs vorbeugen. Ein anderes Verkaufsargument ist, dass der Kalziumgehalt der Bohnen höher sei als der von Milch. Das stimmt. Allerdings ist ein Glas Milch schneller getrunken als ein Haufen Kakaobohnen gegessen. Auch eine Banane hätte einen ähnlichen Effekt.

  • Goji-Beeren

    Das ist es: Goji Beeren sind nichts anderes als die Früchte des Gemeinen Bocksdorns. Den gibt es schon ziemlich lange - aber Goji-Beeren klingt eben spannender. Die Früchte enthalten einige Vitamine, vor allem Vitamin C. Sie werden frisch, als Saft oder Trockenfrucht angeboten.

    Superfood-Faktor: Getrocknete Goji-Beeren werden oft als Anti-Aging-Sensation verkauft. Laut der europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA gibt es dafür aber kaum Belege. Auch der vermeintlich hohe Vitamin C-Gehalt relativiert sich bei näherer Hinsicht: Schwarze Johannisbeeren oder ein Apfel sind genauso gesund.

  • Grünkohl

    Das ist es: Vor allem im Norden Deutschlands ist Grünkohl beliebt. Er ist kalorienarm und liefert viele Vitamine und Mineralstoffe. Schon mit einer Portion lässt sich etwa der Tagesbedarf an Vitamin C decken. Auch Folsäure, Calcium, Kalium und Magnesium liefert Grünkohl reichlich.

    Superfood-Faktor: Der Grünkohl ist, wie jeder andere Kohl auch, ein wahres Supergemüse. Neben den genannten Inhaltsstoffen liefert er sekundäre Pflanzenstoffe. Die entzündungshemmenden und krebsrisikosenkenden Effekte des Grünkohls sind wissenschaftlich belegt.

Die drei Großen gleichauf

Der YouGov-Markenmonitor BrandIndex zeigt: Lieferando und Lieferheld sind die bekanntesten im BrandIndex gelisteten Marken, wenn es um das Bestellen von Speisen geht. 68 beziehungsweise 64 Prozent der Deutschen geben an, diese Unternehmen zu kennen, Pizza.de kommt auf 46 Prozent, Foodora nur auf sechs Prozent. Hier sei erwähnt, dass Foodora ein etwas anderes Geschäftskonzept verfolgt als die Mitbewerber und sich zurzeit auf das Liefern von Speisen besserer Restaurants in wenigen Großstädten konzentriert.

Foodora erreicht damit zwar eine sehr viel geringere Bekanntheit, doch die Verbraucher, die die Marke kennen, bewerten sie in der Regel besser als die anderen Lieferdienste. So erreicht Foodora im Index, der mehrere Kategorien wie Qualität und Kundenzufriedenheit zusammenfasst, zurzeit +16 Punkte (auf einer Skala von -100 bis +100 Punkte). Die Verbraucher bescheinigen Foodora damit ein deutlich besseres Image als den anderen drei Lieferservices Pizza.de, Lieferando und Lieferheld, die auf +9 bis +10 Punkte kommen und damit – wie in anderen Kategorien des BrandIndex – dicht beieinander liegen.

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