BrandIndex: Zara hat es schwer gegen H&M

kolumneBrandIndex: Zara hat es schwer gegen H&M

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Zara hat es schwer gegen H&M.

Kolumne von Simon Kluge

H&M gehört nach wie vor zu den dominierenden Modemarken. Zara hingegen macht in der Gunst der Verbraucher nur geringe Fortschritte. Und Online-Mode-Shopping wird immer populärer.

Wer in deutschen Fußgängerzonen und Shopping Malls junge, aktuelle und günstige Mode kaufen will, kommt an H&M und Zara kaum vorbei, in dieser Reihenfolge. Unter den bis-30-Jährigen würden sich beim Klamottenkauf 18 Prozent am ehesten für H&M entscheiden, wenn wir ihnen in unseren täglichen Befragungen für den YouGov BrandIndex eine Auswahl von 30 Marken vorgeben.

Es folgt C&A mit großem Abstand und zehn Prozent. Nur zwei Prozent würden am ehesten zu Zara gehen. Besser als Zara schneiden hier noch Marken wie Jack & Jones, Vero Moda, Primark und New Yorker ab.

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Auch wenn Zara immer noch genügend Kunden findet: Auffällig ist, dass es der Kette über die vergangenen Jahre kaum gelungen ist, in der Gunst der jungen Kunden näher an die Werte von H&M heranzurücken.

Mode H&M wird zum Online-Angreifer

Das Geschäftsmodell des Klamottenhändlers ist längst kein Selbstläufer mehr. Auch die Schweden leiden unter weniger Kundschaft und schwindenden Margen. Im Verkauf über das Internet macht der Händler jedoch Fortschritte.

H&M: Das Geschäftsmodell der Modekette ist kein Selbstläufer mehr Quelle: REUTERS

Das gilt für die Frage nach der favorisierten Marke genauso wie für den Index, den übergreifenden Imagewert im BrandIndex, der sich aus Verbrauchermeinungen zu verschiedenen Gesichtspunkten zusammensetzt. Beide, sowohl H&M als auch Zara stagnieren – H&M allerdings eben auf einem deutlich höheren Niveau.

Arbeitgeberimage zieht Zara momentan runter

Zuletzt sind die meisten Einzelwerte für Zara im BrandIndex deutlich gefallen – was aber wohl nur ein vorübergehender Effekt ist. Ausschlaggebend dürften im Juni veröffentlichte Recherchen des Magazins „Der Spiegel“ sein, wonach Zara versucht haben soll, sich von Mitarbeitern zu trennen, die wegen Kindern oder Krankheit oft gefehlt haben. Fragen wir in der Gesamtbevölkerung, ob Zara als Arbeitgeber eher positiv oder negativ zu bewerten ist, entscheiden sich seitdem deutlich mehr Verbraucher für negativ.

Während Fußgängerzonen und Shopping Malls kaum noch ohne H&M und Zara vorstellbar sind, ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis sich das auch im Internet so darstellt. Die digitale Fußgängerzone heißt hier Zalando. Vor gut einem Jahr kündigten die Berliner an, mit Modeketten kooperieren und sich die Konkurrenz auf die eigene Plattform holen zu wollen.

H&M hat dieses Angebot mit seiner Marke Cheap Monday schon angenommen. Zara ist mit Oysho-Artikeln dabei.

Maues Geschäft für Modeläden Ist Kleiderkaufen „nicht mehr sexy“ ?

In vielen Modegeschäften bleiben in diesem Jahr die Kunden aus. Die Wintersaison war schlecht. Und auch die Frühjahrs- und Sommersaison geben Experten allmählich verloren. Selbst der Online-Handel wächst weniger.

Maues Geschäft für Modeläden  Quelle: dpa

Für Zara könnte ein noch breiterer Auftritt bei Zalando somit große Chance bieten. Schließlich hat Zalando in den vergangenen Jahren über alle Altersgruppen hinweg kräftig BrandIndex-Punkte gut gemacht. Wer sowohl Zalando als auch Zara kennt, verleiht Zalando im Übrigen bessere Imagewerte.

Und das könnte im besten Fall dann auf Zara abfärben, sollte die Marke auf Zalando präsenter werden.

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