Krombacher wächst – sogar mit Bier

Brauerei: Krombacher wächst – sogar mit Bier

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Ein Krombacher-Pils.

von Mario Brück

Krombacher legt zu: Sowohl beim Absatz als auch beim Umsatz konnte die inhabergeführte Brauerei aus dem Siegerland wachsen.

Obwohl der Bierkonsum in Deutschland seit Jahren leicht rückläufig ist, braut sich Krombacher von Rekord zu Rekord. Dem Unternehmen zufolge konnte im vergangenen Jahr zum 17. mal in Folge der Umsatz gesteigert werden. Die Erlöse der Getränkegruppe aus dem Siegerland stiegen 2016 um knapp vier Prozent auf 745 Millionen Euro. Auch beim Ausstoß, so nennt sich der Absatz in der Bierbranche, konnte Krombacher um 3,5 Prozent zulegen.

Die der Familie Schadeberg gehörende Brauerei verkaufte damit Getränke in Höhe von fast sieben Millionen Hektolitern. Angaben zum Ergebnis macht das Familienunternehmen traditionell nicht. „Natürlich haben wir Geld verdient, aber wie viel sagen wir nicht“, sagte Helmut Schaller, Geschäftsführer Technik und damit oberster Braumeister im Unternehmen. Schaller bezeichnete das Ergebnis allerdings als „sehr sehr zufriedenstellend“.

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Obwohl der Anteil von nicht-alkoholischen Getränken bei der Brauerei mittlerweile bei rund 30 Prozent liegt und die Zuwächse in der Vergangenheit meist aus dieser Sparte kamen, konnte Krombacher im vergangenen Jahr auch im Biergeschäft zulegen. Die Stammmarke, das Krombacher Pils, untermauerte seine Position als meistverkaufte deutsche Pilsmarke und legte um 2,6 Prozent auf 4,3 Millionen Hektoliter zu.

Die beliebtesten Biermarken in Deutschland 2015

  • Platz 10

    Erdinger
    Absatz: 1801 Hektoliter
    Veränderung gegenüber 2014: -1,2 %

  • Platz 9

    Radeberger

    Vorjahr: Platz 9
    Absatz: 1895 Hektoliter
    Veränderung gegenüber 2014: +1,5 %

  • Platz 8

    Hasseröder

    Vorjahr: Platz 8
    Absatz: 2245 Hektoliter
    Veränderung gegenüber 2014: -0,2%

  • Platz 7

    Warsteiner

    Vorjahr: Platz 6
    Absatz: 2342 Hektoliter
    Veränderung gegenüber 2014: -7,4 %

  • Platz 6

    Paulaner

    Vorjahr: Platz 7
    Absatz: 2420 Hektoliter
    Veränderung gegenüber 2014: +/- 0%

  • Platz 5

    Beck’s

    Vorjahr: Platz 5
    Absatz: 2559 Hektoliter
    Veränderung gegenüber 2014: +1,1%

  • Platz 4

    Veltins

    Vorjahr: Platz 4
    Absatz: 2785 Hektoliter
    Veränderung gegenüber 2014: +0,5%

  • Platz 3

    Bitburger

    Vorjahr: Platz 3
    Absatz: 3840 Hektoliter
    Veränderung gegenüber 2014: -1,1%

  • Platz 2

    Oettinger

    Vorjahr: Platz 1
    Absatz: 5393 Hektoliter
    Veränderung gegenüber 2014: -4,1%

  • Platz 1

    Krombacher

    Vorjahr: Platz 2
    Absatz: 5487 Hektoliter
    Veränderung gegenüber 2014: +0,3%

Die Pole-Position reklamieren die Siegerländer auch bei den alkoholfreien Bieren für sich. Krombacher Alkoholfrei sei mit 18,8 Prozent Anteil klarer Marktführer bei den alkoholfreien Bieren. Einen deutlichen Zuwachs meldete die Brauerei auch bei den Radlern, die sogar um 6,5 Prozent zulegten.

Für den steigenden Bierausstoß sorgte auch die Gastronomie. Laut Schaller konnte die Brauerei im vergangenen Jahr 1600 neue Gastronomie-Objekte unter Vertrag nehmen. Insgesamt haben nun über 20.000 Betriebe Krombacher am Zapfhahn.

Krombacher Wachsen ohne Alkohol

Krombacher ist Pilsmarktführer. Warum die Brauerei nun mit alkoholfreien Getränken wachsen will und Krombacher-Chef Bernhard Schadeberg an seinen Führungsqualitäten zweifelt.

Krombacher: Kein Pils mehr am Stammtisch. Quelle: dpa Picture-Alliance

Leichte Einbußen musste Krombacher bei Weizenbier hinnehmen, nachdem auch der gesamte Weizenbiermarkt seinen Zenit überschritten hat. Klarer Primus in diesem typisch süddeutschen Geschäft ist Erdinger, gefolgt von Franziskaner. Auch mit einer anderen, ursprünglich eher in Süddeutschland verbreiteten Biersorte, dem Hellen, konnte Krombacher nicht punkten. Der Absatz sank um 5000 Hektoliter.

Mit seinen alkoholfreien Getränken, die gar nichts mit Bier zu tun haben, erreichte Krombacher ebenfalls ein neues Rekordniveau. Hauptverantwortlich dafür ist das Bittergetränk Schweppes. Schweppes legte um sechs Prozent zu und liegt bei einem Gesamtausstoß von mehr als 800.000 Hektolitern. Insgesamt machen die alkoholfreien Getränke mittlerweile fast eine Million Hektoliter Absatz aus.

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