Bücher: Penguin Random House will stationären Buchhandel stärken

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Bücher aus den Buchverlagen Random House und Penguin

Markus Dohle, designierter Vorstandschef des geplanten Buchriesen Penguin Random House, will den stationären Buchhandel in Zukunft stärker unterstützen.

„Wir glauben an die Zukunft des physischen und stationären Buchhandels“, sagte Dohle der WirtschaftsWoche. „Der stationäre Handel und das gedruckte Buch gehören auch in Zukunft zum Kern unserer Strategie.“ Random House investiere verstärkt „in die Effizienz der Buchlogistik“. Vor allem dem nordamerikanischen Buchhandel könne der Konzern dadurch helfen, die Bücher noch schneller ins Ladenregal zu bringen und Vorräte zu reduzieren, sagt Dohle. Statt Bücher auf Lager zu legen und so dringend gebrauchtes Kapital zu binden, wolle er helfen „im stationären Buchhandel Cash frei zu setzen, damit er profitabler arbeiten kann“.

Der stationäre Buchhandelt leidet unter der massiven Konkurrenz durch Online-Kaufhäuser wie Amazon. Die Fusion mit dem britischen Verlagshaus Penguin, die Bertelsmann am vergangenen Montag bekanntgegeben hatte, nennt Dohle „ein starkes Statement für die Zukunft der Buchbranche“. Allerdings plane er kein eigenes Lesegerät für E-Books, wie Amazon dies mit dem Kindle auf den Markt gebracht hat. „Den Kampf um die besten Lesegeräte machen wir nicht mit“, sagte Dohle der WirtschaftsWoche.

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Stärker als je zuvor will der Konzern direkt Leser ansprechen. Früher hätten sich Verlagen allein darauf konzentriert, den Handel anzusprechen, der die Bücher verkauft: „In der Branche findet beim Thema Marketing ein gewaltiger Umschwung statt. Penguin Random House kann diesen Paradigmenwechsel massiv vorantreiben.“ Autoren können etwa über ihre eigenen Web-Sites direkt mit den Lesern in Kontakt treten und ihren Fans bei Bedarf Hintergrundinformationen zu ihren Büchern liefern. Dies werde das Buchmarketing spürbar verändern. Durch die Zusammenlegung von Random House mit Penguin entsteht der größte Publikumsverlag der Welt mit 11.000 Mitarbeitern, 15.000 Neuerscheinungen pro Jahr und einem Umsatz von drei Milliarden Euro.

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