Burger-Kette: McDonald's-Investoren hoffen auf Trendwende

Burger-Kette: McDonald's-Investoren hoffen auf Trendwende

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Eine McDonald's-Filiale in den USA.

McDonald's liefert ein weiteres Quartal schlechte Ergebnisse ab. Der neue Chef Steve Easterbrook kündigt nun einen Plan an, der McDonald's wieder zu alter Stärke verhelfen soll.

McDonald's kämpft weiter mit Kundenschwund und sinkenden Erlösen. Der neue Konzernchef Steve Easterbrook, auf dem die Hoffnungen des kriselnden Burger-Giganten liegen, kündigte am Mittwoch Maßnahmen für eine Trendwende an. Anfang Mai will er Details eines Plans vorstellen, der die größte Schnellrestaurantkette wieder auf Kurs bringen soll. Investoren gefiel das. Die Aktie stieg zur Wochenmitte zwischenzeitlich um mehr als drei Prozent.

Dabei gab der vierteljährliche Finanzbericht kaum Anlass zur Hoffnung. Der Gewinn des Fast-Food-Riesen fiel im ersten Quartal um etwa ein Drittel zum Vorjahreszeitraum auf 811,5 Millionen Dollar (752 Millionen Euro). Die Verkäufe auf etablierter Ladenfläche - gemeint sind Filialen, die schon seit mehr als einem Jahr am Markt sind - gingen weltweit um 2,3 Prozent zurück. Insgesamt sank der Umsatz um elf Prozent auf 5,96 Milliarden Dollar.

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So will McDonald´s aus der Krise

  • Neue Produkte

    In US-Filialen startet ein neuer Anlauf mit dem besonders großen „Third Pound Burger“. Spekuliert wird zudem, dass die Kette auf den Öko-Zug springt und das US-Trendgemüse Grünkohl anbietet.

    Quelle: dpa

  • Frühstück

    Verkauft McDonald's in den USA bislang nur von 7.00 bis 10.30 und am Wochenende bis 11.00 Uhr. Dabei entfällt ein Viertel des Umsatzes darauf. Kunden wünschen sich ein ganztägiges Angebot. Das soll es nun in einigen Filialen auch geben - testweise.

  • Mehr Lohn

    Wurde nach andauernden Protesten von Angestellten und hohem öffentlichen Druck für Zehntausende US-Mitarbeiter beschlossen. Kritikern geht das Gehaltsplus aber nicht weit genug.

  • Antibiotika-Hühnerfleisch

    Wird in den USA gestrichen - zumindest teilweise. Geflügel mit Medikamenten, die auch bei der Behandlung von Menschen verwendet werden, wird nicht mehr verkauft. So soll das Risiko sinken, dass die Antibiotika bei Menschen nicht mehr wirken.

  • Tischservice

    Plant McDonald's in Deutschland. Wer es bequemer mag, kann sich von Kellnern bedienen lassen - möglich soll das aber zunächst nur in ausgewählten Bereichen einiger Filialen sein.

Im sechzigsten Jahr nach der Konzerngründung steckt McDonald's in einer schweren Krise. Die Kunden fliehen zur Konkurrenz. Im umkämpften US-Heimatmarkt liegt „Fast Casual Dining“ im Trend. Dazu zählen Ketten wie Chipotle Mexican Grill oder Panera Bread, die sich erfolgreich als gesündere Alternativen vermarkten und kaufkräftige Öko-Kundschaft anziehen. Am unteren Ende der Preisspanne machen die klassischen Rivalen wie Burger King, Wendy's oder Taco Bell Druck.

Weitere Burger

McDonald's hat sich inzwischen eingestanden, den Geschmack vor allem der jüngeren Kunden nicht mehr zu treffen. Der neue Vorstandschef Easterbrook, der erst im März den glücklosen Don Thompson ersetzte, verspricht Verbesserungen. Das Management werde sich von nun an voll darauf konzentrieren, den veränderten Vorlieben der Verbraucher gerecht zu werden. Jetzt rückt der 4. Mai in den Fokus, dann will Easterbrook einen Plan zur Neuerfindung umreißen.

Seit seinem Amtsantritt gab es bereits einige Maßnahmen. Im besonders hartumkämpften US-Frühstücksmarkt führt der McDonald's in einzelnen Filialen testweise ein ganztägiges Angebot ein. Nach Protesten von Mitarbeitern gibt es für Tausende US-Angestellte eine Lohnerhöhung. Die Verwendung von Antibiotika-Hühnerfleisch wurde in den USA eingeschränkt. In Deutschland wird zudem mit einem Kellner-Service und in Frankreich mit Salatbars experimentiert.

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