Cyber-Monday-Woche: Verbraucherschützer kritisieren Rabatte als aufgeblasen

Cyber-Monday-Woche: Verbraucherschützer kritisieren Rabatte als aufgeblasen

, aktualisiert 24. November 2015, 12:57 Uhr
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Amazon will Kunden mit der Cyber-Monday-Woche locken. Doch die Rabatte seien häufig aufgeblasen, bemängeln Verbraucherschützer.

Amazon verspricht seinen Kunden 10.000 Rabatte während der Cyber-Monday-Woche. Doch Verbraucherschützer warnen: Bei den Schnäppchen-Versprechen ist so manches aufgeblasen.

Mit großem Bohei wirbt Onlinehändler Amazon im Netz und in TV-Werbespots für seine "Cyber Monday Woche". Dem "Black Friday", in den USA der Einkaufstag Nummer 1 mit vielen Sonderangeboten, und dem Online-Pedant „Cyber-Monday" hat das Unternehmen eine ganze Woche mit Rabattaktionen gewidmet. Der Konzern wirbt mit 10.000 schnell wechselnden Blitzangeboten bis zu 50 Prozent Rabatt.
Doch die Preisnachlässe seien mitunter „aufgeblasen“, kritisiert die Verbraucherzentrale NRW. Stichproben hätten gezeigt, dass die Rabatte in Wahrheit deutlich geringer ausfallen als versprochen. "Viele der fantastischen Preisnachlässe beruhten auf einem Vergleich mit unverbindlichen Preisempfehlungen der Hersteller", so die Verbraucherschützer. "Dabei kassiert jedoch kaum ein Händler, geschweige denn Amazon selbst, die als Mondpreise in Verruf gekommenen UVP."

Die beliebtesten deutschen Händler

  • Quelle

    Die Beratungsfirma OC&C hat 30.000 Kunden in neun Ländern befragt. Die hier gezeigten Ergebnisse beziehen sich auf Deutschland. Die Kunden wurden unter anderem zu Preisen, Qualität, Service und Markenvertrauen befragt. Maximal waren 100 Punkte zu erreichen, ein Wert von mehr als 75 gilt als „sehr gut“.
    Stand der Veröffentlichung: Dezember 2014.

  • Platz 10

    eBay
    Online-Auktionshaus
    Indexwert: 79,3 (plus 1,9 Punkte gg. Vorjahr)

  • Platz 9

    Kaufland
    Lebensmittel
    Indexwert: 79,4 (plus 2,2 Punkte gg. Vorjahr)

  • Platz 8

    Müller
    Drogerie
    Indexwert: 79,8 (minus 0,2 Punkte gg. Vorjahr)

  • Platz 7

    Globus
    Lebensmittel
    Indexwert: 79,9 (plus 1,8 Punkte gg. Vorjahr)

  • Platz 6

    Thalia
    Bücher
    Indexwert: 80,3 (minus 0,7 Punkte gg. Vorjahr)

  • Platz 5

    Douglas
    Drogerie
    Indexwert: 80,4 (minus 0,7 Punkte gg. Vorjahr)

  • Platz 4

    Rossmann
    Drogerie
    Indexwert: 80,8 (plus 1,1 Punkte gg. Vorjahr)

  • Platz 3

    Breuninger
    Mode
    Indexwert: 80,8 (plus 7,5 Punkte gg. Vorjahr)

  • Platz 2

    Amazon
    Multisortimenter
    Indexwert: 85,0 (plus 2,4 Punkte gg. Vorjahr)

  • Platz 1

    dm
    Drogerie
    Indexwert: 86,5 (plus 2,3 Punkte gg. Vorjahr)

Kleines Rechenbeispiel: Eine "Kühl-Gefrier-Kombi" war von 429 (UVP) auf 275 Euro reduziert - immerhin 36 Prozent Ersparnis. „Tatsächlich aber verlangte Amazon für das Gerät - abseits des "Countdown"-Rummels - nur rund 305 Euro. Die tatsächliche Ersparnis schrumpfte so auf magere zehn Prozent oder 30 statt 154 Euro“, so die Verbraucherschützer.

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Amazon kontert, dass zusätzlich zum Angebotspreis und der Ersparnis sowohl der Amazon-Preis als auch unverbindliche Preisempfehlung gezeigt würden - sofern vorhanden. "Ein Kunde hat also die Vergleichbarkeit", so ein Sprecher.
Die Verbraucherzentrale warnt dennoch davor, sich allzu leicht blenden zu lassen, auch wenn Amazon wenig Zeit zum Nachdenken lässt: Die Angebote sind auf gerade mal zwei Stunden begrenzt – und häufig schon vorher ausverkauft.

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