
Die Züchter sind ratlos: Im französischen Arcachon tötet ein Virus die wertvollen Austern. Die französische Küste ist zum vierten Mal in Folge von dem Virus betroffen, hauptsächlich rafft das Virus Jungtiere von unter einem Jahr dahin. Diese werden an Züchter wie die auf Sylt beheimatete deutsche Dittmeyer's Austern-Compagnie verkauft. 70 bis 80 Prozent der Jungtiere seien bereits am "Ostreid herpesvirus 1" gestorben.
Dadurch steigt der Preis für die Muscheln, die besonders zu Weihnachten und Silvester in den Gourmettempeln serviert werden, kräftig an.
Bild: dpaBlauflossenthunfisch
Ein 222 Kilogramm schwerer Blauflossen-Thunfisch ist in Japan für den Rekorderlös von 155,4 Millionen Yen (etwa 1,3 Millionen Euro) versteigert worden. Den Zuschlag der ersten Auktion des neuen Jahres auf dem Tokioter Tsukiji-Fischmarkt erhielt am Samstagmorgen der Präsident einer großen Sushi-Restaurantkette. „Es war ein bisschen teuer“, kommentierte Kiyoshi Kimura anschließend den Kilogrammpreis von über 6000 Euro, wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete.
Bild: Thierry Lannoy/OCEANA/dapdThunfisch
Bei der ersten Versteigerung des Jahres 2012 auf dem weltgrößten Fischmarkt Tsukiji in Tokio hat ein Blauflossenthunfisch einen Rekordpreis von umgerechnet 566.000 Euro (56,5 Millionen Yen) erzielt. Medienberichten zufolge wog der Thunfisch 269 Kilogramm. Das Tier wurde von Fischern im Norden Japans vor der Insel Honshu gefangen. Japan gilt als größtes Abnehmerland der vom Aussterben bedrohten Tierart. Von Tokio aus wird der versteigerte Fisch an die Restaurant-Kette Sushi Zanmai geliefert und dort weiterverarbeitet. Auch in anderen Ländern des asiatischen Raums wird der Fisch als Delikatesse gehandelt.
Bild: APTrüffel
Trüffel sind die teuersten Pilze der Welt. Sie wachsen unterirdisch und müssen von speziell trainierten Hunden oder Schweinen aufgespürt werden. Die meisten Trüffel kommen aus Neuseeland oder Frankreich. Der teuerste Trüffel ist der Weiße: Ein Kilo davon kostet bis zu 9.000 Euro, in Japan zahlen Gourmets bis zu 15.000 Euro für das Kilo.
Der Preis ist abhängig vom Vorkommen und der Nachfrage. War das Wetter nicht trüffelfördernd, fällt die Ernte schlecht aus, der Trüffel wird teurer. Außerdem hängt der Preis auch von der Form des Pilzes ab: Runde Trüffel haben eine geringere Oberfläche als solche, wie der hier abgebildete. Die runden Pilze sind deshalb günstiger. Wer sich im Lokal zwischen 20 und 25 Gramm der günstigeren schwarzen - oder der Sommertrüffel über sein Essen reiben lässt, muss dafür mit bis zu 60 Euro rechnen.
Bild: dpaChampagner
Wer es edel mag, ersetzt den gewöhnlichen Sekt durch solchen aus der Champagne. Champagner darf sich nur nennen, wer in der Champagne nach der "Méthode traditionnelle" oder "Méthode champenoise" hergestellt wurde. Dabei gärt der Wein in der Flasche. Der Champagner genießt den Ruf eines sehr feierlichen, noblen Getränks. Im vergangenen Jahr stieg der Champagner-Absatz weltweit von 293,3 Millionen Flaschen auf 319,5 Millionen Flaschen - das ist ein Plus von 8,9 Prozent. Auf dem Deutschen Markt verbuchte der Schaumwein ebenfalls ein Plus: Die Exporte stiegen 2010 um 10,9 Millionen Flaschen. Deutschland ist weltweit der drittgrößte Exportmarkt für Champagner. Der jährliche Umsatz der Branche beträgt rund 4 Milliarden Euro.
Bild: FotoliaAustern
Die wichtigste Austernart ist die Pazifische Felsenauster, mehr als 90 Prozent der verkauften Austern gehören zu dieser Sorte. In Europa heißt sie "fines de claires" oder "Marennes-Oléron". Die europäischen Austern kommen überwiegend aus Frankreich, weltweit dominiert allerdings China den Markt. Rund 80 Prozent der Edelmuscheln werden dort geerntet, verkauft und zubereitet. Rund zwei Euro kostet eine Pazifische Felsenauster, die Portugiesische oder die Europäische Auster ist wesentlich teurer, da beide Sorten mittlerweile sehr selten geworden sind.
Bild: FotoliaHummer
Beliebt - und teuer - sind Hummer und andere Schalentiere wie Langusten. Sowohl der amerikanische als auch der europäische Hummer gelten als Delikatesse. In den meisten Ländern dürfen die Tiere nicht unter einer bestimmten Größe verkauft werden. Geht ein kleiner Hummer in die Falle, muss er wieder zurück ins Meer geworfen werden. Das schränkt das Angebot ein und treibt den Preis. Im Restaurant kosten die Tiere zwischen 50 und 115 Euro pro Kilo, Restaurantbetreiber können das Kilo kanadischen Hummers auch schon für 17 bis 25 Euro über den Großhandel beziehen.
Bild: APWildlachs
Lachs ist einer der beliebtesten Speisefische. Er kann gekocht, gebraten, gedünstet, geräuchert oder roh verwendet werden, sein Rogen steht als "Lachskaviar" im Regal. Durch Überfischung ist der Wildlachs jedoch seltener - und teurer - geworden. Die qualitativ hochwertigsten Sorten - dazu gehören der Königslachs, der Silberlachs sowie der Rot-, Hund- und Buckellachs - kosten im Einkauf bis zu 35 Euro pro Kilogramm. Gefroren sind sie natürlich günstiger.
Bild: FotoliaKobe-Rindfleisch
Das Kobe-Rindfleisch ist das teuerste Fleisch der Welt. Die Rinder aus der japanischen Region Kobe dürfen dreimal so lange leben wie normale Schlachtrinder, außerdem sind sie leichter und können nur in kleinen Herden gehalten werden, was das Angebot reduziert und den Preis in die Höhe treibt. Die Rinder bekommen keinerlei Wachstumshormone verabreicht und die Züchter betreiben einen besonderen Aufwand, um besonders gutes Fleisch zu erhalten. Von Massagen der Tiere über besonderes Futter ist alles dabei. Ein Kilo Kobe-Fleisch kostet deshalb zwischen 400 und 600 Euro. In die EU darf das Fleisch nicht exportiert werden: Den japanischen Schlachthäusern fehlt die EU-Zulassung.
Bild: dpaKaviar
Kaviar - also der Rogen vom Stör - ist deshalb so teuer, weil die weiblichen Störe erst mit drei Jahren geschlechtsreif werden und nur alle zwei bis drei Jahre Eier haben. Zwar gibt es schon lange Kaviarfarmen, die die Suche nach trächtigen Störweibchen überflüssig macht, aber je nach Sorte werden trotzdem bis zu 8000 Euro pro Kilo fällig.
Der bekannteste Kaviar stammt vom Belugastör, die schwarzen Eier kosten in Deutschland bis zu 740 Euro pro Kilo. Für Kaviar vom Sevruga werden schon mehr als 800 Euro pro Kilo fällig, Lachskaviar kostet dagegen nur rund 130 Euro pro Kilogramm. Der teuerste Fischrogen ist der als Zarenkaviar geführte Rogen des Albino-Sterlets. Im Januar dieses Jahres kostete das Kilo davon 17.000 Euro.
Bild: FotoliaKugelfisch
Bleiben wir bei den Unterwasser-Spezialitäten: Zu den Kugelfischen gehören rund 190 Arten, etwa 20 davon kann man essen. Allerdings ist das Muskelfleisch der Tiere, das in Japan als besondere Delikatesse gilt, so giftig, dass nur speziell ausgebildete Köche den "Fugu" zubereiten dürfen. Wird der Fisch falsch zubereitet, ist ein Kugelfisch-Dinner ein einmaliges Vergnügen. Deshalb und wegen der langjährigen und harten Ausbildung der Fugu-Köche, gilt der Fisch als sehr teurer. Ein Menü im japanischen Restaurant kostet zwischen 60 und 150 Euro. In Europa ist die Einfuhr des Fugu verboten.
Blauflossenthunfisch
Ein 222 Kilogramm schwerer Blauflossen-Thunfisch ist in Japan für den Rekorderlös von 155,4 Millionen Yen (etwa 1,3 Millionen Euro) versteigert worden. Den Zuschlag der ersten Auktion des neuen Jahres auf dem Tokioter Tsukiji-Fischmarkt erhielt am Samstagmorgen der Präsident einer großen Sushi-Restaurantkette. „Es war ein bisschen teuer“, kommentierte Kiyoshi Kimura anschließend den Kilogrammpreis von über 6000 Euro, wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete.
Die Schalentiere sind grundsätzlich nicht billig, weil sie - in freier Wildbahn - schwierig zu ernten sind. Hinzu kommt, dass die natürlichen Bestände durch Wasserverschmutzung und Überfischung stark zurückgegangen sind. Mittlerweile kommen zwar mehr als 95 Prozent der weltweit verkauften Austern allerdings aus Zuchten. Trotzdem ist die Haltung nicht nur zeitaufwändig, sondern auch schwierig. Durch das Virus, das die französischen Bestände heimsucht, wird die Ernte auch noch stark dezimiert.
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