Deutsche Post: Postboten sollen immer öfter elektrisch fahren

Deutsche Post: Postboten sollen immer öfter elektrisch fahren

, aktualisiert 28. Juli 2016, 15:10 Uhr
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Seit Monatsmitte werden die Streetscooter im Raum Halle für die Brief- und Paketzustellung eingesetzt. Andere Städte wie Bochum ziehen nun nach.

Quelle:Handelsblatt Online

Revolution im Logistikgeschäft: Die Post plant offenbar langfristig einen Umstieg auf Elektrofahrzeuge in der Zustellung. Schon jetzt nutzt der Konzern in manchen Städten den eigenen Elektro-Transporter Streetscooter.

BochumDie Deutschen Post will ihre Flotte von Elektroautos deutlich vergrößern und peilt in Deutschland langfristig eine komplette Umstellung auf die umweltfreundlichen Fahrzeuge an. „Wir werden einen sehr, sehr robusten Schritt Richtung 2020 machen“, kündigte Post-Vorstand Jürgen Gerdes am Donnerstag in Bochum an. „Ich kann mir vorstellen, dass wir die komplette Flotte umstellen.“ Der Konzern hat einen eigenen Elektro-Transporter namens Streetscooter entwickelt, der nun auch in Bochum in der Zustellung an den Start geht.

Bis Ende des Jahres sollen insgesamt 65 Streetscooter durch die Ruhrgebietsstadt kurven, wodurch pro Jahr künftig rund 195 Tonnen des Klimagases CO2 eingespart werden sollen. Im Laufe des Jahres sollen Streetscooter auch in Köln eingesetzt werden, kündigte Gerdes an. Weitere Großstädte sollen folgen.

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Im Großraum Bonn sind die Elektro-Fahrzeuge ebenfalls in der Zustellung unterwegs. Allein im laufenden Jahr wolle die Post 2000 weitere Streetscooter auf die Straße bringen. Das Projekt entwickelt sich so erfolgreich, dass die Post prüft, die Autos zu vermarkten. Es gebe eine „unfassbare Nachfrage“ anderer Unternehmen nach dem Streetscooter.

Post-Chef Frank Appel hatte gesagt, der Konzern erwäge, die Autos an andere Firmen zu verkaufen. Dazu seien aber noch eine Reihe von Fragen zu klären – so müsse der Konzern etwa über Service und Garantien für die Elektro-Transporter nachdenken. „Wir sehen uns als Logistiker und nicht als Autobauer“, unterstrich Gerdes nun. Die Post stehe aber in Kontakt mit Automobilkonzernen – es gebe schließlich auch Zulieferer für den Streetscooter.

Streetscooter war 2010 als Start-up-Unternehmen im Umfeld der Universität RWTH Aachen gegründet worden. Ende 2014 hatte die Post die kleine Firma übernommen. Der Streetscooter ist auf die Bedürfnisse der Zusteller zugeschnitten – so braucht er etwa keine hohe Reichweite, hat aber eine große Ladefläche.

Quelle:  Handelsblatt Online
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