Diebstahl im Einzelhandel: Organisierte Banden auf dem Vormarsch

Diebstahl im Einzelhandel: Organisierte Banden auf dem Vormarsch

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Viele Diebe sind in kriminellen Banden organisiert.

Organisierte Kriminelle sind laut einer aktuellen Studie für ein großen Teil der Diebstähle im Einzelhandel verantwortlich - und das obwohl die Händler nur einen geringen Teil der Diebstähle überhaupt anzeigen.

Die deutschen Händler haben immer mehr Probleme mit kriminellen Banden. 2,2 Milliarden Euro soll der Schaden im Jahr 2015 betragen. Das sagt zumindest eine Studie des Kölner EHI Retail Institute. Waren im Wert von 500 Millionen Euro sollen dabei auf das Konto von Diebesgruppen gehen. Die befragten Händler geben an, dass bei jedem Diebstahl im Schnitt Waren im Wert von 1.000 bis 2.000 Euro geklaut werden.

Auch die polizeiliche Kriminalstatistik zeigt, dass kriminelle Banden ein großes Problem darstellen: Sie sind für fast 40 Prozent der schweren Diebstähle verantwortlich. Das heißt die Täter brechen Vitrine auf oder umgehen elektronische Sicherheitsmaßnahmen, um an ihre Beute zu kommen. Die Zahl dieser Straftaten nahm in den vergangenen Jahren zu.

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Die Täter gehen bei ihren Diebstählen sehr systematisch vor: Ein Teil der Bande lenkt die Verkäufer ab, während ein anderer Teil den eigentlichen Diebstahl durchführt. Entsprechend dieser Vorgehensweise führen fast alle befragten Unternehmen Mitarbeiterschulungen durch, um die Zahl der Ladendiebstähle zu verringern. Außerdem ist für den Kunden sichtbare Kameraüberwachung als Präventionsmaßnahme auf dem Vormarsch.

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Grundlage für die Studien sind Unterschiede in den jeweiligen Inventuren der befragten Unternehmen. Für diese Unterschiede können Kunden, Zulieferer, Mitarbeiter oder Fehler in der Organisation verantwortlich sein. Wie viel auf die Kappe jedes Verursachers geht, hat das EHI von Experten schätzen lassen.

Die Autoren sehen den so geschätzten Schaden durch Kundendiebstahl als Indiz dafür, dass die amtliche Statistik eine Dunkelziffer von 98 Prozent aufweise. Somit würden nur zwei Prozent aller Diebstähle auch wirklich erkannt und angezeigt. Die Studie erklärt den Unterschied damit, dass weniger Personal die Verkaufsflächen beaufsichtigt. Außerdem gebe es eine gewisse "Anzeigenmüdigkeit", weil die Täter kaum bestraft werden.

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