Doc Morris: Krach zwischen DocMorris-Chef und Eigentümer Celesio

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von Jürgen Salz

Vor der Entscheidung der niederländischen Versandapotheke DocMorris, Kunden nicht mehr wie bisher Rabatte auf rezeptpflichtige Medikamente zu gewähren, ist es zum Krach zwischen DocMorris-Chef Olaf Heinrich und dem Vorstandschef des DocMorris-Eigentümers Celesio, Markus Pinger, gekommen.

In den nächsten Wochen will Markus Pinger, Chef des Stuttgarter Pharmagroßhändlers Celesio, seine Tochterfirma DocMorris an einen Finanzinvestor verkaufen.

Die Verhandlungen sind bereits in der Endphase. Doch kurz vor Abschluss kracht es gewaltig zwischen der Versandapotheke mit Sitz in Holland und ihrem Noch-Eigentümer. Auslöser des Eklats ist ein Urteil des Gemeinsamen Senats der obersten Bundesgerichte, wonach sich auch ausländische Versandapotheken wie DocMorris an deutsche Preisvorschriften halten müssen. Laut einer Novelle zum Arzneimittelgesetz, die in Kürze in Kraft tritt, ist es ihnen verboten, Kunden Boni auf rezeptpflichtige Arznei zu gewähren. Bisher gibt DocMorris bis zu 15 Euro Rabatt pro Rezept – ein klarer Wettbewerbsvorteil gegenüber deutschen Apotheken, denen Boni in solcher Höhe untersagt sind.

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Offenbar, ohne sich mit seinem Eigentümer Celesio abzusprechen, schrieb DocMorris-Chef Olaf Heinrich seinen Kunden, dass trotz des Urteils der Bonus erhalten bleibe. Zahlreiche Apotheker, für die der aggressive Preisbrecher ohnehin ein rotes Tuch ist, protestierten daraufhin bei Celesio. Ein Pharmazeut aus Darmstadt verklagte gar DocMorris. Celesio-Chef Pinger entschied daraufhin im Sinne der Apotheker, dass DocMorris seine Rabatte massiv kürzen werde. Schließlich beliefert Celesio Tausende deutscher Apotheken.

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