Douglas : Übernahmegerüchte treiben Aktie in die Höhe

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Douglas : Übernahmegerüchte treiben Aktie in die Höhe

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Eine Douglas Filiale in Düsseldorf. Der Konzern liegt in roten Zahlen. Nun könnte ein US-Investor Douglas übernehmen.

Ein US-Investor soll nach Medienberichten zwischen 38 und 40 Euro pro Douglas-Aktie bieten. Die Börse jubelt: An den Märkten gewann die Aktie am Dienstag 13 Prozent. Der in roten Zahlen liegende Handelskonzern hat das bisher nicht bestätigt.

Der Handelskonzern Douglas mit seinen Parfümerien und der schwer angeschlagenen Thalia-Buchhandlung könnte nach einem Zeitungsbericht in die Hände des US-Investors Advent geraten. Unter Berufung auf Finanzkreise hat die Financial Times Deutschland am Dienstag gemeldet, das US-Unternehmen habe sich bereits mit der Oetker-Gruppe und dem Drogeriemarkt-Betreiber Erwin Müller geeinigt, die beide beträchtliche Anteile an dem Hagener Konzern halten. Geplant sei ein Übernahmeangebot von Advent zum Preis von etwa 38 bis 40 Euro je Douglas-Aktie. Dies würde Douglas dem Pressebericht zufolge mit 1,5 bis 1,6 Milliarden Euro bewerten.

Durch die Übereinkunft mit dem Drogeriemarktunternehmer Müller und dem Lebensmittelhersteller Oetker hat Advent laut „FTD“ die Mehrheit an Douglas so gut wie sicher: Müller halte knapp 11 Prozent und habe über Verkaufsoptionen Zugriff auf weitere 15 Prozent. Oetker gehören knapp 26 Prozent an Douglas. Ein Sprecher des Bielefelder Familienkonzerns wollte diesen Pressebericht nicht kommentieren.

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Dies hat den Aktienkurs am Dienstag in der Spitze um fast 13 Prozent auf 38,10 Euro in die Höhe getrieben. Im Verlauf pendelten sich Douglas knapp unter 38 Euro ein. Es sei durchaus realistisch, dass Advent über den Kauf der Anteile von den Großaktionären Erwin Müller und Oetker zumindest die Mehrheit an der Douglas Holding erreichen könnte, erklärte DZ-Bank-Analyst Holger Schwesig. "Wir halten die Meldung für plausibel", stimmte LBBW-Analyst Bernd G. Müll zu. Wenn Advent mit dem Angebot die 30-Prozent-Schwelle überschreite, wäre ein öffentliches Übernahmeangebot für die freien Aktionäre zum gleichen Preis die Folge. Müll bewertet die Aktie mit „Halten“.
Ein Händler sagte: „Das klingt schon sehr konkret und der Preis sorgt für Fantasie“. Entsprechende Gerüchte habe es zwar schon vor ein paar Tagen gegeben, damals sei aber lediglich ein Preis von 36 bis 37 Euro herumgereicht worden. Analyst Jürgen Elfers von der Commerzbank hält den Einzelhändler ohne den schwer angeschlagenen Buchhändler Thalia bei 37 Euro je Aktie für fair bewertet. Elfers bewertet Douglas mit „Reduce“ und dem Kursziel 29,60 Euro.

Zu Douglas gehören die Süßwarenkette Hussel, die Juweliergeschäfte Christ und die Modehäuser Appelrath-Cüpper. Die Buchhandlungen von Thalia haben angesichts der Internet-Konkurrenz mit Problemen zu kämpfen und drückten den Konzern insgesamt in die roten Zahlen. Zuletzt hatte die Unternehmensleitung jedoch den Kurs auf Sanierung von Thalia gesetzt. In den vergangenen Monaten war aufgrund von Äußerungen der Gründerfamilie Kreke spekuliert worden, dass der ganze Konzern übernommen und von der Börse geholt wird.

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