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exklusivDrogerie-Pleite: Schlecker-Kinder gehen leer aus

von Henryk Hielscher

Selbst wenn im Zuge des Schlecker-Insolvenzverfahrens ein Teil der Gläubiger-Forderungen doch noch beglichen werden kann, gehen Lars und Meike Schlecker, Kinder des Pleite-Drogisten Anton Schlecker, wohl leer aus.

Im Herbst 2004 als die ersten Risse in der Erfolgsgeschichte von Schlecker sichtbar wurden, gab sich Patriarch Anton Schlecker gegenüber Journalisten der WirtschaftsWoche noch siegessicher. „Die Konkurrenz wird auch nicht mehr so stark wachsen", war er damals überzeugt. Sein Unternehmen? „Das Konzept stimmt, es muss nur weiter verfeinert werden", befand der Drogeriefürst und deutete voller Stolz auf eine Karikatur an der holzgetäfelten Wand des Besprechungsraums: Anton Schlecker als strahlender Gondoliere, seine Frau als Galionsfigur am Bug der schönsten und größten Gondel. Dahinter paddeln Schleckers Rivalen, dm-Gründer Götz Werner und Dirk Roßmann.  „Bis die anderen Schlecker überholt haben, gibt es mich nicht mehr", sagte der Drogeriekönig damals.

Bild: dpa

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Nach einem Bericht der WirtschaftsWoche hat Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz die Forderungen der Schlecker-Kinder in Höhe von mehr als 160 Millionen Euro nicht anerkannt. „Der Verwalter hat sämtliche Forderungen bestritten“, bestätigte ein Anwalt der Familie der WirtschaftsWoche.

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Unterdessen laufen die strafrechtlichen Ermittlungen wegen möglicher Insolvenzvergehen weiter. Gegenstand des Verfahrens ist nach Informationen der WirtschaftsWoche auch eine Zahlung des Schlecker-Konzerns an das private Logistikunternehmen LDG von Lars und Meike Schlecker. Der Sachverhalt sei bekannt, heiß es bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart.

Am 20. Januar 2012 überwies der Konzern demnach sieben Millionen Euro an die LDG, offenbar handelte es sich um eine Teilrückzahlung eines Kredits. Am 23. Januar meldete der Konzern Insolvenz an. Mittlerweile hat die Familie prominente Verteidiger verpflichtet. So vertritt der Münchner Strafrechtler Norbert Scharf von der Kanzlei Grub Brugger Anton Schlecker. Der Münchner Strafrechtsprofessor Klaus Volk vertritt Schleckers Ehefrau Christa.

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 22.09.2012, 19:46 UhrMalocher

    Zwar versuchen zunehmend mehr Schüler die ausschließlich von ihnen selbst zu verantwortende Lese- und Schreibschwäche ihrem Deutschlehrer anzulasten und imitieren auf die Weise vor allem das unsägliche Fehlverhalten von weiten Teilen der einstigen Betriebsangehörigen von Schlecker, die für die einzig dadurch im Januar dieses Jahres eingetretene Insolvenz des Unternehmens insbesondere die dortige Familie zur Rechenschaft ziehen möchten. Indes nachweislich soziostrukturell noch nie Unmittelbarkeit herrschte (Schumann, in: Dunkel/Sauer (Hg.) 2006: 267), zeugt derlei Unterfangen allenfalls von einem instrumentellen Verhältnis zur Arbeit, welches die eigenen Angelegenheiten von Dritten besorgen lässt und daher in juristischer Hinsicht lediglich Ausdruck einer Geisteskrankheit ist.

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