Drogeriemarkt: dm-Chef Harsch sieht großes Wachstumspotenzial

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Filiale von dm.

von Henryk Hielscher und Stephanie Heise

Deutschlands umsatzstärkste Drogeriemarktkette dm will auch in Zukunft kräftig wachsen. Am Online-Geschäft ist Unternehmenschef Harsch wenig interessiert.

Nachdem dm im vergangenen Geschäftsjahr rund 140 neue Filialen in Deutschland eröffnet hat, sieht Unternehmens-Chef Erich Harsch weiter großes Wachstumspotenzial. „Vor fünf Jahren habe ich die Prognose gewagt, dass für dm in Deutschland rund 2200 Standorte infrage kommen. Das war aus heutiger Sicht zu kurz gegriffen“, sagte Harsch der WirtschaftsWoche. Aktuell verfügt dm über 1620 Filialen. „Allein durch das Aus von Schlecker hat sich die Zahl der möglichen Standorte stark erhöht.“

Aufgrund der Dynamik, mit der dm neue Standorte erschließt, rechnet Harsch auch in den kommenden Jahren beim Umsatz mit kräftigem Wachstum. „Auf Dauer wird die Dynamik nachlassen, aber noch ist der Umsatztrend ungebrochen“, so Harsch. Mit dem Weihnachtsgeschäft ist der dm-Chef bislang zufrieden. „Die Märkte sind gut besucht. Der Dezember ist traditionell unser stärkster Monat, wenngleich die Unterschiede nicht so groß sind wie bei anderen Händlern.“

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Was Kunden an dm schätzen

  • Freundlichkeit

    Neben dem Sortiment und der Warenpräsentation schätzen Kunden an dm die freundliche Einkaufsatmosphäre.

  • Mitarbeiter

    Positiv wahrgenommen wird aber auch das mitarbeiterfreundliche Credo.

  • Verantwortung

    Das Bekenntnis zur gesamtgesellschaftlichen Verantwortung (und sichtbare Beweise dafür) werden ebenso geschätzt, ...

  • Stimmigkeit

    ...wie die Stimmigkeit von "innen" und "außen".

  • Charisma

    Eine große Rolle spielt außerdem die Identifikationsmöglichkeit durch einen charismatischen Unternehmenslenker.

  • Abgrenzung

    Genauso schätzen die Kunden die eindeutige Abgrenzung von Wettbewerbern mit einer Kultur nüchterner Kostenoptimierung.

    (Quelle: Hermann H. Wala, Meine Marke - Was Unternehmen authentisch, unverwechselbar und langfristig erfolgreich macht)

Ausgesprochen skeptisch äußert sich Harsch zur Rolle des Online-Geschäfts. Der Verkauf von Drogeriewaren über das Internet sei nicht leicht und margenschwach. „Es ist extrem schwierig, mit Drogerieartikeln online profitabel zu arbeiten“, so der dm-Chef. Die Kunden würden vor allem große und sperrige Artikel wie Windeln, Waschmittel und Toilettenpapier bestellen. „Das sind aber genau die Produkte, die durch die ganze Aktionitis im Preisniveau schon so weit unten sind, dass sie kaum noch Marge bringen.“

Entsprechend verhalten äußert sich Harsch auf die Frage, ob nach dem 2013 gestarteten Online-Shop in Österreich dm bald in Deutschland nachzieht. „Bisher hat das Online-Angebot noch keinen Hype ausgelöst“, so Harsch. „Auch deshalb halten wir uns in Deutschland zurück.“ Zudem bevorzugten die meisten Kunden immer noch den Kauf im Geschäft. „Rund 80 Prozent unserer Kundschaft sind Frauen. Die meisten genießen es, durch ihren dm-Markt zu schlendern. Das ist etwas anderes, als am Bildschirm zu bestellen.“

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