Drogeriemarkt: Schlecker schließt weitere Filialen

Drogeriemarkt: Schlecker schließt weitere Filialen

600 Filialen bundesweit will Schlecker nach Medienberichten bis Februar schließen. Ein Sprecher wollte die Zahl nicht bestätigen. Das neue Konzept der Drogeriekette: weniger Filialen - dafür aber größer und schöner.

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Der Drogeriekonzern Schlecker will nach einem Medienbericht bis Februar bundesweit über 600 weitere Filialen schließen.

In den vergangenen Monaten hatte Schlecker mit Sitz in Ehingen bei Ulm bundesweit bereits mehrere hundert Filialen dicht gemacht und zugleich einige neue eröffnet. Die Schließungswelle und eine Umgestaltung etlicher Filialen soll helfen, in diesem Jahr einen Turnaround zu schaffen und nach Jahren wieder aus den roten Zahlen zu kommen. In diesem Jahr will Schlecker nach Jahren erstmals wieder schwarze Zahlen schreiben. Dazu soll in 750 bis 1000 Märkten ein neues Ladenkonzept umgesetzt werden, hunderte Filialen an unattraktiven Standorten sollen geschlossen werden. 

Schlecker kämpft seit Jahren mit sinkenden Umsätzen. Die angeschlagene Drogeriekette will nun auch den Preiskampf in der Branche verschärfen. Im Laufe des ersten Halbjahrs würden die Preise bei Teilen des Sortiments auf das Niveau der Konkurrenten dm und Rossmann gesenkt - teilweise auch darunter, sagte der für das operative Geschäft zuständige Manager Thorben Rusch der „Lebensmittelzeitung“.

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Bislang gilt Schlecker im Vergleich zur Konkurrenz als teuer. Ziel der Preis-Kampagne sei es, „Kunden zurückzugewinnen und wieder an uns zu binden“, sagte Rusch, der bereits seit 15 Jahren für das Unternehmen arbeitet. Bei dm und Rossmann werde die Preissenkung des kriselnden Konkurrenten gelassen verfolgt, berichtete die Zeitung. Dort glaube man nicht daran, dass Schlecker auf Dauer das Preisniveau von dm und Rossmann halten könne.

2012 soll die Wende kommen

In der öffentlichen Wahrnehmung hatte Schlecker lange mit dem Image des Ausbeuters zu kämpfen. Mittlerweile heißt es aus Gewerkschaftskreisen, dass dies nicht mehr zuträfe. Doch so einen Ruf wird ein Unternehmen nur schwer und langsam wieder los. Die Geschwister Meike und Lars Schlecker halten trotz aller Schwierigkeiten und der starken Konkurrenz an ihren Plänen fest, 2012 den Turnaround zu schaffen.

 „Unsere Restrukturierung ist kein Sprint“, sagte Meike Schlecker Ende des vergangenen Jahres. Trotz Berichten über finanzielle Engpässe wollen die Schleckers weiter allein den Weg zurück auf eine Erfolgsspur finden: „Wir haben im Laufe des Jahres eine Reihe Gespräche mit Banken geführt. Hier hat es auch die eine oder andere Vereinbarung gegeben“, sagt Lars Schlecker, ohne konkreter zu werden.

Wichtigster Punkt ist ein neues Ladenkonzept, das bislang in rund 300 Filialen umgesetzt worden ist. „Für das kommende Jahr planen wir mit 750 bis 1000 Märkten", sagte Meike Schlecker Ende des vergangenen Jahres. „Das sind neben Alt-Filialen, die wir auf das neue Konzept umstellen, auch eine Reihe von Neueröffnungen.“ Bis ins erste Quartal gehe es aber auch weiter mit den Schließungen.

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