Ehrgeiziger Modehersteller: Hugo Boss will Verkauf in eigenen Läden von 60 auf 80 Prozent hochfahren

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Kleidung mit dem Logo von Hugo Boss

von Peter Steinkirchner

Der Premium- und Luxusmodehersteller Hugo Boss will weitere eigene Läden eröffnen - und in deutschen Kaufhäusern mehr eigene Flächen bewirtschaften.

„Wir erzielen höhere Umsätze, wenn wir für uns allein sind und nicht neben Eigenmarken des Fachhandels oder Marken, die vom Preisniveau unter uns liegen“, sagte Konzernchef Claus-Dietrich Lahrs im Interview mit der WirtschaftsWoche. Das Unternehmen mache bereits heute fast 60 Prozent des Geschäfts in eigenen Niederlassungen. „In den kommenden Jahren wollen wir 80 Prozent unseres Umsatzes in eigenen Läden machen“, sagte Lahrs.

In Deutschland will das baden-württembergische Unternehmen laut Lahrs zudem mehr Shop-in-Shop-Systeme betreiben, „bei denen wir uns um das komplette Warenmanagement kümmern, also Mieter auf der Fläche des Kaufhausbetreibers sind“.
Noch vor fünf, sechs Jahren lag das Umsatzverhältnis laut Lahrs bei 75 Prozent Großhandel gegenüber 25 Prozent Eigenfläche. „Heute sind es 60 Prozent in eigenen Läden gegenüber knapp 40 Prozent mit Partnern.“ Noch nie habe der Konzern so viel in den eigenen Handel investiert, allein 2013 waren es 113 Millionen Euro. Lahrs: „Gleichzeitig haben wir unsere Profitabilität erheblich gestärkt.“

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Umsatzziel bekräftigt

Claus-Dietrich Lahrs hält trotz zuletzt gebremsten Wachstums an seinem Ziel fest, 2015 den Umsatz auf drei Milliarden Euro zu steigern – und verspricht einen weiteren Anstieg. „Davon gehen wir weiter aus. Bei drei Milliarden Euro hören wir nicht auf und gehen nach Hause“, sagte Lahrs im Interview mit der WirtschaftsWoche. „Wenn wir die Zahl übersprungen haben, nehmen wir uns das nächste Ziel vor.“ Neben der Damenmode wachse auch das Herrensegment „sehr dynamisch. Auch der Umsatz mit Accessoires steigt“, sagte Lahrs der WirtschaftsWoche. 2013 stieg der Konzernumsatz um vier Prozent auf 2,4 Milliarden Euro.

Weitere positive Effekte erhofft sich Lahrs von der allgemein besseren Konjunktur: „Außerdem stellt sich die Gesamtwirtschaft freundlicher dar, China etwa bleibt für uns eine der großen Wachstumschancen. Im Moment entwickelt sich auch Europa sehr erfreulich, in den USA sehen wir nach einem schwierigen Jahresstart regelmäßige Verbesserungen beim Umsatz.“

Zu den Zielen von Lahrs zählt auch eine Imageverbesserung des Luxuskonzerns, der jetzt erstmals einen Nachhaltigkeitsbericht vorlegt: „Wir werden ab sofort jedes Jahr unsere Nachhaltigkeitsbemühungen in einem Bericht dokumentieren und überprüfen lassen, damit unsere Kunden guten Gewissens bei uns einkaufen können.“

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