Eigentümerwechsel: Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin gehört jetzt Hedgefonds

Eigentümerwechsel: Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin gehört jetzt Hedgefonds

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Das Etikett des Outdoor-Labels Jack Wolfskin.

Der Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin gehört ab sofort einer Gruppe von Hedgefonds. Mit dem Eigentümerwechsel verbunden ist eine radikale Entschuldung des Unternehmens.

Die Verbindlichkeiten sinken um 255 Millionen auf 110 Millionen Euro und müssen erst 2022 zurückgezahlt werden, wie Jack Wolfskin am Donnerstag mitteilte. Zudem bekommt der Hersteller von Funktionsbekleidung von seinen neuen Eigentümern eine Kapitalspritze in Form eines Gesellschafterdarlehens über 25 Millionen Euro. "Das Unternehmen verfügt nun über eine solide Basis und das erforderliche Kapital, um sein Geschäft weiter auszubauen", sagte Geschäftsführerin Melody Harris-Jensbach.

Blackstone hatte bei Jack Wolfskin auf eine massive Expansion ins Ausland gesetzt und dem Unternehmen hohe Schulden aufgeladen. Doch die Erfolge in China blieben weit hinter den Erwartungen zurück. Für das laufende Jahr rechnet Jack Wolfskin mit einem Gewinnrückgang auf gut 30 (2016: 50) Millionen Euro vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) - zu wenig, um die bisherige Schuldenlast zu bedienen. Blackstone verliert mit dem erzwungenen Ausstieg seinen kompletten Eigenkapital-Einsatz von mehr als 300 Millionen Euro. Das operative Geschäft laufe inzwischen wieder besser, sagte Harris-Jensbach. Jack Wolfskin sehe "langsam wieder Wachstum" in den Kernmärkten Deutschland, Österreich und Schweiz.

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Jack Wolfskin Blackstone gibt offenbar Outdoor-Ausrüster ab

Einem Agenturbericht zufolge könnte der deutsche Funktionsbekleidungs-Hersteller Jack Wolfskin bald seinen Gläubiger gehören. Laut einem Insider ist der US-Finanzinvestor zu diesem Schritt bereit.

Jack-Wolfskin könnte bald seinen Gläubigern gehören. Quelle: dpa

Die Hedgefonds waren zunächst als Gläubiger eingestiegen, hatten es aber von vornherein auf einen Tausch der Schulden in Eigenkapital abgesehen. Der Kreditfonds Sankaty (Bain Capital Credit), H.I.G. Capital und CQS halten allein mehr als 50 Prozent der Anteile, der Rest liegt bei mehr als zehn weiteren Fonds. Sie hoffen, Jack Wolfskin nach einigen Jahren mit Gewinn an einen Käufer aus der Textil- oder Sportbranche weiterreichen zu können. Darauf müssen auch die Banken hoffen, die Jack Wolfskin mehr als 200 Millionen Euro geliehen hatten. Denn die Kredite wurden formal nicht erlassen, sondern auf eine Holding der neuen Eigentümer verschoben. Mit einer Rückzahlung dürfen die Kreditgeber aber nur im günstigsten Fall rechnen, sagte ein Insider. "Ein reiner Hoffnungswert."

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