
WirtschaftsWoche: Herr Heckel, wann waren Sie das letzte Mal in einer Filiale von Media Markt?
Heckel: Darüber muss ich erst einmal nachdenken, das ist schon eine Weile her. Aber ich habe ja in der Vergangenheit mehrere Media Märkte geführt, insofern sollte ich mich noch ganz gut auskennen.
Mit Verlaub, das ist Jahre her. Verändert sich in den Filialen Ihres Eigentümers nichts?
Doch, natürlich. Aber ich glaube, ich weiß immer noch ganz gut, wie das stationäre Geschäft funktioniert. Ich könnte im Zweifel auch noch einen Laden führen – womöglich muss ich das Wissen demnächst tatsächlich anwenden.
Sie haben Redcoon doch als reinen Online-Händler positioniert, wollen Sie jetzt ins Filialgeschäft einsteigen?
Von wollen kann keine Rede sein. Wir prüfen gerade, ob wir eine Art Shop konzipieren müssen. Aber eigentlich wollen wir das gar nicht, deshalb ärgert mich dieser Unsinn.
Bild: ScreenshotDie größten Online-Versandhäuser
Platz 10: Baur-Versand
Der Baur-Versand ist einer der ältesten Universalversender in Deutschland und gehört mittlerweile zur der Otto Group. Baur gilt als sogenannter Multi-Channel-Versender. Diese Händler, die über Internet, Katalog und - wie im Fall von Baur - auch über ein Kaufhaus ihre Waren anbieten, machten laut dem Bundesverband des Deutschen Versandhandels 2010 Online-Umsätze von 15,6 Milliarden Euro. Damit haben die Gemischthändler das größte Stück vom Online-Umsatzkuchen. Für sich allein genommen schafft es Baur.de auf Platz zehn des Rankings: Der Umsatz lag laut EHI Retail Institute und Statista im Jahr 2010 bei 254,5 Millionen Euro.
Bild: ScreenshotPlatz 9: Notebooksbilliger.de
notebooksbilliger.de gehört ebenfalls zu den Lieblingen der Deutschen. Der Anbieter von günstiger Technik setzte 2010 insgesamt 328,10 Millionen Euro um und landet damit auf Platz neun des Rankings. Diese Gruppe der reinen Online-Händler machte übrigens 6,2 Milliarden Euro Umsatz. Die Gesamtumsätze aller Onlinedeals beliefen sich laut Bundesverband des Deutschen Versandhandels auf 18,3 Milliarden Euro.
Bild: ScreenshotPlatz 8: thomann.de
Nummer acht in der Liste ist vor allem Musikfreunden ein Begriff: Vom Flügel über den Verstärker bis zur Lichtanlage gibt es bei thomann.de alles. Das honorieren Deutsche Musiker und Musikliebhaber und bescherten dem Familienbetrieb neben rund vier Millionen Kunden auch 348,3 Millionen Euro Umsatz. Und das nur in Deutschland.
Bild: ScreenshotPlatz 7: Weltbild.de
Nicht nur Musiker, auch Leseratten kaufen online - der Webpräsenz des Weltbildverlags bescherte das 2010 rund 353,3 Millionen Euro Umsatz. Für Waren aus dem Internet gaben die Deutschen im Übrigen rund 18,3 Milliarden Euro aus. Dienstleistungen wie Smartphone-Apps, Klingeltöne, Konzert- oder Flugtickets bestellten die Deutschen nur für rund sieben Milliarden Euro.
Bild: ScreenshotPlatz 7: bonprix.de
Auch Kleidung ist - dank immer besserer Rücksendekonditionen - eine beliebte Versandware. Bonprix machte mit Kleidung, Schuhen, Accessoires und Wohndeko 2010 einen Umsatz von 388,4 Millionen Euro. Zumindest online. Insgesamt macht die Otto-Tochter 2010 1,136 Milliarden Euro Umsatz.
Bild: ScreenshotPlatz 5: conrad.de
Der Deutschen liebstes Kind scheint (günstige) Technik zu sein. So schaffte es auch conrad.de, Anbieter günstiger HighTech, ins Ranking: 433,2 Millionen Euro setzte das Portal 2010 um.
Der Branchenumsatz wird noch stärker als in den Vorjahren von einigen wenigen Unternehmen erzielt: Die zehn größten Anbieter erwirtschaften mehr als ein Drittel der Onlineumsätze.
Bild: ScreenshotPlatz 4: Telekom.de
Kurz vorm Treppchen steht die Telekom-Webpräsenz mit ihren Angeboten: 438,2 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftete der Telekommunikationsanbieter laut Statista.
Bild: ScreenshotPlatz 3: Neckermann.de
Die Bronzemedaille gibts für Neckermann.de. Der Multi-Channel-Versender erwirtschaftete 2010 rund 858 Millionen Euro. Die Trennung vom Arcandor-Konzern scheint Neckermann.de gut getan zu haben. Mit seinem breiten Angebot - von der Waschmaschine bis zur Unterhose - zählt Neckermann zu den Generalisten. Diese Händlergruppe erwirtschaftete 2010 mit 8,3 Milliarden Euro Umsatz rund 37 Prozent des gesamten Onlineumsatzes.
Bild: ScreenshotPlatz 2: Otto.de
Auf Platz zwei des Rankings hat es otto.de - Zugpferd der Otto-Gruppe - geschafft. Mit 1,48 Milliarden Euro Umsatz ist otto.de der erfolgreichste deutsche Onlineversand und wird nur noch überholt von...
Bild: ScreenshotPlatz 1: Amazon.de
Amazon.de ist der Lieblings-Onlinehändler der Deutschen. Mit einem Umsatz von 2,546 Milliarden Euro hat Amazon fast doppelt so viel verdient wie otto.de. Von den rund 23 Milliarden Euro erwirtschafteten allein die beiden Onlinehändler rund vier Milliarden Euro. Aber im Markt ist Bewegung: 2010 tauchten viele neue Namen im Ranking auf: Konkret waren es 37 Prozent Neunennungen im Vergleich zum Vorjahr. Der gesamte E-Commerce-Markt in Deutschland ist 2010 im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um mehr als 13 Prozent gewachsen.
Die größten Online-Versandhäuser
Platz 10: Baur-Versand
Der Baur-Versand ist einer der ältesten Universalversender in Deutschland und gehört mittlerweile zur der Otto Group. Baur gilt als sogenannter Multi-Channel-Versender. Diese Händler, die über Internet, Katalog und - wie im Fall von Baur - auch über ein Kaufhaus ihre Waren anbieten, machten laut dem Bundesverband des Deutschen Versandhandels 2010 Online-Umsätze von 15,6 Milliarden Euro. Damit haben die Gemischthändler das größte Stück vom Online-Umsatzkuchen. Für sich allein genommen schafft es Baur.de auf Platz zehn des Rankings: Der Umsatz lag laut EHI Retail Institute und Statista im Jahr 2010 bei 254,5 Millionen Euro.
Es zwingt Sie doch niemand, stationäre Läden einzurichten und zu betreiben.
Doch, indirekt schon. Anfang 2011 haben sogenannte Selektivverträge im Handel Einzug gehalten. Rund 80 Prozent des Elektronikhandels laufen immer noch über klassische Filialen. Um diesen Markt zu schützen, wird der stationäre Handel von den Lieferanten bevorzugt und mit dem kompletten Sortiment beliefert. Wir, als reine Online-Händler, können nur eine limitierte Auswahl an Produkten ordern, die wir dann verkaufen dürfen.
Wie stark trifft das Redcoon?
Stellen Sie sich vor, Sie gehen zu ihrem bevorzugten Modehändler und finden plötzlich die Hälfte ihrer Lieblingsartikel nicht mehr. Das heißt, der Laden verliert deutlich an Attraktivität. Gerade im Netz erwartet der Kunde, dass er aus dem kompletten Sortiment auswählen kann. Allein im Bereich TV würde unser Umsatzzuwachs deutlich höher liegen ohne diese Verträge. Einige unserer Wettbewerber haben deshalb längst Alibi-Shops eröffnet, um an die Ware zu kommen. Wir haben uns bisher gegen diesen Quatsch gesperrt.
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