Erfolg im Kinderzimmer: Legos Pakt mit Hollywood

Erfolg im Kinderzimmer: Legos Pakt mit Hollywood

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Die Filmfiguren Captain Jack Sparrow aus "Pirates of the Caribbean" und Tonto aus "Lone Ranger" ziehen in deutsche Kinderzimmer ein.

von Lea Deuber

Jahrzehnte hat Lego um seine Patente gekämpft. Mittlerweile sind sie ausgelaufen. Doch dem Spielzeughersteller geht es so gut wie nie. Mitverantwortlich für den Erfolg sind die Lizenzserien des Spielzeugherstellers. Sie bringen Hollywood meist noch vor den Filmstarts in deutsche Kinderzimmer. Im Internet regt sich Widerstand.

Mit dem Start des US-amerikanischen Kinofilms Lone Ranger kehrt der Wilde Westen zurück in die deutschen Kinos. Doch für manche Kinder sind die Geschichten der Cowboys bereits ein alter Hut: Denn schon seit Mai gibt es im Handel Spielsets von Lego zum Film: Für schlappe 100 Euro ist ein Lego-Nachbau der Eisenbahn zu haben, auf der im Film eine wilde Verfolgungsjagd stattfindet.

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Lizenzspielzeug und Lego: Das will für viele Eltern und eingeschweißte Fans nicht recht zusammenpassen. Lego- das war doch immer die große Box mit den vielen verschiedenen, aber schlichten Bauklötzen. Die amerikanische Bloggerin Molly Wood schreibt auf ihrer Seite: "Lego, you are dead to me"- Lego, für mich bist du gestorben. Sie kritisiert das dänische Unternehmen für die Lizenzverträge mit den Filmunternehmen aus Hollywood. Das Unternehmen verlöre damit seine Seele.

Kinohelden werden zu Legofiguren: Hier Captain Buzz Lightyear aus dem Kinofilm Toy Story (für volle Ansicht bitte anklicken). Quelle: AP

Kinohelden werden zu Legofiguren: Hier Captain Buzz Lightyear aus dem Kinofilm Toy Story (für volle Ansicht bitte anklicken).

Bild: AP

Dem dänischen Unternehmen aus Billund geht es derweil so gut wie noch nie. Allein vergangenes Jahr konnte es seinen Umsatz auf 3,1 Milliarden Euro steigern - ein Plus von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Jahresüberschuss stieg dazu von 558 Millionen auf 754 Millionen Euro. 80 Lego-Steine soll jeder Mensch nach Berechnung der Dänen besitzen. Eine solche Marktpräsenz kann kaum ein Unternehmen vorweisen.

Lizenzgeschäft eine Win-Win-Situation

Und die Erfolgsgeschichte geht weiter - auch dank des Lizenzgeschäfts. Mittlerweile verdient Lego jeden fünften Euro mit den Lizenzserien. Die Lego-Produktseite erinnert teilweise an eine gut sortierte DVD-Sammlung. Dort reihen sich die Lizenzserien von Harry Potter an die von Herr der Ringe und der kleine Hobbit. Rund 25 Lizenzen hat Lego bisher im Sortiment. Die bisher erfolgreichste ist Lego Star Wars - seit mehr als zehn Jahren fester Bestandteil des Sortiments.

Das Geschäft mit den Kino-Helden entwickele sich gut, sagt Lego-Sprecherin Seppelfricke. „Es ist für uns und unsere Partner wie Walt Disney eine Win-Win-Situation und eine wichtige Ergänzung für unserem Sortiment. Aber nach wie vor liegt ein großes Gewicht auf unserem klassischen Lego-Sortiment". Dazu gehören etwa Lego Duplo und Lego Technic, Lego Mindstrom - eine Serie mit programmierbaren Robotern für bis zu 400 Dollar, die sich eher an spielende Väter als ihre Kinder richtet - und seit 2012 die Reihe "Lego-Friends" speziell für Mädchen zwischen fünf und zwölf.

Bleibt der Fokus tatsächlich auf dem klassischen Sortiment?

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