Erfolg mit Winnie the Pooh: Rewe setzt auf Geschäft mit Sammelbildchen

Erfolg mit Winnie the Pooh: Rewe setzt auf Geschäft mit Sammelbildchen

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Winnie the Pooh hat nicht nur einen eigenen Stern in Hollywood, sondern ist auch auf Sammelbildern beliebt.

von Henryk Hielscher

Mit Fußball-, Natur- und Disney-Sammelstickern setzt der Handelskonzern Rewe auf die Sammel- und Quengelleidenschaft von Kindern. Das Kalkül geht auf: Der Nachwuchs schleift die Eltern an die Supermarktkassen.   

Dass vorweihnachtliche Leben vieler Familien konzentrierte sich zuletzt auf eine banale Frage: Wann gehen wir wieder zu Rewe, wollte mit meist drängendem Unterton der Nachwuchs wissen. Denn an den Kassen der Supermarktkette gibt es noch bis Heiligabend ab einem Einkaufswert von zehn Euro ein Päckchen mit fünf Sammelstickern. Von Winnie Puuh bis Micky Maus gilt es insgesamt 150 Walt-Disney-Motive zu sammeln und in ein Album zu kleben – und nebenher die Rewe-Kassen zu füllen. Die Disney-Karten sind nach Bildchen mit Fußballstars und Naturaufklebern die mittlerweile dritte Sammel-Aktion, die Lionel Souque, Chef der Rewe-Supermarktsparte, in diesem Jahr gestartet hat.

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Handelskonzern Rewe Mit Gastronomie und Events gegen die Konkurrenz

Rewe steht vor großen Herausforderungen: Lebensmittel werden teurer, doch der Handel kann die höheren Kosten kaum an die Verbraucher weitergeben. Der Handelskonzern will mit „Erlebniswelten“ und Kochkursen punkten.

Der Wettbewerb wird härter: Der Discounter Aldi nimmt zugstarke Markenprodukte ins Sortiment und macht damit Rewe Konkurrenz. Quelle: dpa

Der Erfolg ist erstaunlich: Pro Aktion gehen rund 100 Millionen Sammeltüten und knapp eine Million Sammelalben über die Ladentheken, heißt es bei Rewe. Die Geschäfte mit Winnie Puuh und Co. stehen damit für einen Umsatz von insgesamt mehr als drei Milliarden Euro. Wie viel davon zusätzliche Erlöse sind, bleibt offen. Doch der Quengel-Faktor, der Eltern von Schülern und Kindergartenkindern in die Läden treibt und dazu anregt, beim Einkauf auch ja den geforderten Mindestbon zu überschreiten, sollte nicht unterschätzt werden. Zumal Rewe das klassische Sammel- und Tauschkonzept à la Panini gnadenlos ausgebaut hat. Rund ums Bildcheneinkleben hat das Unternehmen weitere Aktionen platziert.  So werden beim Kauf bestimmter Produkte zusätzliche Sticker ausgegeben. Hartgesottene Profi-Sammler können zum Preis von 50 Cent Disney-Päckchen auch separat an der Kasse erwerben.

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In den Märkten fand jüngst  eine Tauschbörse statt.  Darüber hinaus  hat der Konzern auch eine Online-Tauschbörse eingerichtet.

Im kommenden Jahr ist mit weiteren Sticker-Attacken im Handel zu rechnen. Mit reichlich Verspätung scheint inzwischen selbst Rewe-Konkurrent Edeka den Sammel-Trend entdeckt zu haben.

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