Erfolgsmarkt China: Nestlé der Kaffeekapselkönig

Erfolgsmarkt China: Nestlé der Kaffeekapselkönig

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Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern konnte dank des Wachstums in Schwellenländern der anhaltenden Beliebtheit der Marke Nespresso, im vergangenen Jahr erneut Gewinn und Umsatz steigern.

von Mario Brück

Der Schweizer Nahrungsmittelriese hat Umsatz und Gewinn 2012 gesteigert – dank des Wachstums in Schwellenländern und der ungebrochenen Beliebtheit von Nespresso. In China ist das Potenzial für Kaffee riesig.

Für die Präsentation seiner Bilanzzahlen der ersten neun Monate des vergangenen Jahres hatte der Schweizer Lebensmittelgigant Mitte Oktober 100 Analysten und Profi-Investoren nach Schanghai einfliegen lassen.  Eine Stadt, die  wie kaum eine andere auf der Welt für Wachstum steht. Der Ausflug in die chinesische Mega-City am Mündungsgebiet des Jangtsekiang mit ihren fast 25 Millionen Einwohnern unterstreicht die Bedeutung des chinesischen Marktes für den Lebensmittelriesen, mit bekannten Marken wie Vittel, Mövenpick, Nespresso, Smarties oder Alete. Nicht nur China, sondern die aufstrebenden Länder allgemein bescherten Nestlé gute Zahlen, in entwickelten Märkten wie Europa oder den USA fiel das Ergebnis bescheidener aus.

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China ist der wichtigste Wachstumsmarkt der Schweizer aus der beschaulichen Kleinstadt Vevey am Nordostufer des Genfer Sees. Mehr als 30 Fabriken betreibt Nestlé in China. Pro Tag werden 35 Millionen Produkte verkauft, mehr als 90 Prozent dieser Artikel produziert Nestlé vor Ort. Die Produktionskraft der  Fabriken ist beeindruckend: Totole in Schanghai, wo Suppe, Bouillon und andere Würzmittel hergestellt werden, verarbeitet pro Tag 300.000 Hühner, 150.000 Zwiebeln und vieles mehr. Für Milchprodukte kauft Nestlé pro Jahr 700.000 Tonnen Milch und 10.000 Tonnen Kaffee ein. 17.000 Bauern wurden deshalb von Nestlé-Agronomen speziell ausgebildet.

Erfolgsgeschichte China

Nestlé hat sich in aufstrebenden Ländern geschickt positioniert. Vor allem China ist eine Erfolgsgeschichte für die Schweizer. Die Übernahme von traditionellen chinesischen Unternehmen wie den führenden chinesischen Süßwarenhersteller Hsu Fu Chi oder die in Milchprodukten dominante Yinlu macht Sinn. Dadurch wird Nestlé bei vielen Produkten sogar als lokaler Anbieter wahrgenommen und gewinnt eine engere Bindung zu den Verbrauchern. Zudem können die Schweizer chinesisches Know-how anzapfen und so weiter expandieren. China bietet trotz des gewaltigen Wachstums der vergangenen Jahre noch viele Entwicklungsmöglichkeiten. Heute kaufen erst 300 Millionen der mehr als 1,3 Milliarden Chinesen  Nestlé-Produkte. Nestlé-Chef Paul Bulcke will die Forschungs- und Entwicklungskapazitäten in China verdoppeln und neue Zentren in den Städten Xiamen und Dongguan eröffnen.

Lebensmittelkonzern Schwellenländer schieben Nestlé-Umsatz an

Die wachsende Nachfrage aus den aufstrebenden Nationen gleicht den Konsumverzicht in den Industrieländern aus. Der Umsatz des Lebensmittelriesen steigt sogar. Analysten hatten aber mehr erwartet.

Nestlé-Fabrik auf den Philippinen: Die Schwellenländer retten das Geschäft. Quelle: AFP

An der Ausnahmestellung Chinas im Zahlenwerk der Schweizer hat sich auch drei Monate später nichts verändert. Während die Erlöse in Europa nur um 2,4 Prozent zunahmen, kletterten sie in Asien, Afrika und Ozeanien um mehr als 10 Prozent. Insgesamt erlöste der Konzern im vergangenen Jahr 92,2 Milliarden Franken, das sind umgerechnet rund 75 Millionen Euro und damit gut zehn Prozent mehr als noch vor einem Jahr.

Das organische Wachstum, das Wechselkurseinflüsse und Firmenzukäufe ausklammert, erreichte 5,9 Prozent. Den Gewinn verbesserte Nestlé um 1,1 Milliarden auf 10,6 Milliarden Franken. Damit traf Nestlé exakt die Erwartungen der Analysten.

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