
DüsseldorfDer Handelskonzern Metro sondiert Branchenkreisen zufolge einen Verkauf des internationalen Geschäfts seiner Supermarktkette Real. Metro führe Gespräche mit Interessenten für das Real-Geschäft in Osteuropa und der Türkei, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person am Donnerstag. Eine Entscheidung zeichne sich aber noch nicht ab. Die Düsseldorfer hatten Real bereits vor Jahren zur Disposition gestellt. Ein Metro-Sprecher sagte, der Konzern prüfe weitere mehrere Optionen für die Kette, die neben einem Verkauf und einem Teilverkauf auch einen Verbleib unter dem Dach der Metro umfassten.
Die Kette betreibt mit über 50.000 Mitarbeitern 423 Märkte in sechs Ländern, sie ist neben Deutschland vor allem in Osteuropa aktiv. Real gehörte einst zu den Sorgenkindern der Metro, der Konzern hatte die Sanierung aber in Angriff genommen. Im zweiten Quartal 2012 konnte die Kette ihren operativen Gewinn (Ebit) deutlich von zehn auf 19 Millionen Euro steigern. Metro-Chef Olaf Koch hatte angekündigt, bis zum Ende des dritten Quartals einen Plan für die Zukunft Reals vorzulegen. Vor allem in Deutschland habe Real die Chance, zu höherer Ertragskraft zurückzukehren, hatte der Metro-Chef gesagt. Auch im internationalen Geschäft gebe es Fortschritte – doch seien auch Investitionen nötig. Der Vorstand werde beraten, wie diese umgesetzt werden könnten. Metro hatte in der Vergangenheit neben Real auch die Warenhaustochter Kaufhof zur Disposition gestellt.
























