EU-Kommission: Abkommen für mehr Wettbewerb im Luftverkehr

EU-Kommission: Abkommen für mehr Wettbewerb im Luftverkehr

, aktualisiert 07. Juni 2016, 19:57 Uhr
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Die EU-Verkehrskommissarin erhofft sich von möglichen Abkommen mehr Geschäftsmöglichkeiten für den Luftfahrtsektor in der EU.

Quelle:Handelsblatt Online

Fairen Wettbewerb, günstigere Tickets und neue Strecken erhofft sich die EU von neuen internationalen Luftverkehrsabkommen. Im Fokus stehen neben der Türkei und Südostasien die Golfstaaten und deren Airlines.

LuxemburgDie EU-Kommission soll in den kommenden Jahren fairere Wettbewerbsbedingungen im internationalen Luftverkehr aushandeln. Die EU-Verkehrsminister gaben der Behörde am Dienstag in Luxemburg grünes Licht für Gespräche mit Golfstaaten, der Türkei und dem südostasiatischen Staatenverbund ASEAN. Vor allem Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten wurde zuletzt vorgeworfen, den internationalen Wettbewerb mit Subventionen für Airlines zu verzerren.

In den kommenden drei Jahren soll die EU-Kommission im Namen der Mitgliedsstaaten nun mit Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten verhandeln. Mit der Türkei sowie Staaten wie Thailand, Malaysia oder Singapur will Brüssel in den kommenden vier Jahren Gespräche über Abkommen führen.

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Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) bezeichnete den Schritt als „zwingend notwendig“. Für Deutschland sei wichtig gewesen, dass die EU-Kommission ein zeitlich begrenztes Verhandlungsmandat erhalte, da in dieser Zeit die Handlungsmöglichkeiten der Nationalstaaten eingeschränkt seien. Die Kommission hatte ein unbegrenztes Mandat gefordert. Die zeitliche Begrenzung schwäche die Verhandlungsposition der EU, monierte EU-Verkehrskommissarin Violeta Bulc.

Bulc erhofft sich von möglichen Abkommen zudem mehr Geschäftsmöglichkeiten für den Luftfahrtsektor in der EU. Neue Strecken sollten erschlossen und Fluggästen günstigere Preise angeboten werden.

Nach zwei Jahren Verhandlungen ist ein schriftlicher Zwischenbericht durch die EU-Kommission vorgesehen. So könnten nach Angaben Dobrindts die EU-Mitgliedsstaaten Einfluss auf die „Verhandlungsdynamik“ der Behörde nehmen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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