Eva-Lotta Sjöstedt: Karstadt-Chefin verlässt ihren Posten

Eva-Lotta Sjöstedt: Karstadt-Chefin verlässt ihren Posten

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Die ehemalige Ikea-Managerin Eva-Lotta Sjöstedt giltals große Hoffnung für den traditionsreichen Warenhauskonzern Karstadt.

Das Chaos beim Warenhauskonzern Karstadt geht weiter: Nach weniger als fünf Monaten verlässt die Chefin Eva-Lotta Sjöstedt ihren Posten.

In einer von Karstadt am Montag in Essen veröffentlichten Erklärung betonte die Schwedin, sie sehe keine Basis mehr für den vor ihr angestrebten Sanierungsprozess. Sjöstedt betonte, sie habe die schwierige Aufgabe beim Essener Konzern auch deshalb übernommen, weil ihr der Eigentümer des Unternehmens, Nicolas Berggruen, die volle Unterstützung für ihre Strategie und Investitionspläne für die 83 Warenhäuser zugesagt habe.

„Nach eingehender Prüfung, den Erfahrungen der letzten Monate und in genauer Kenntnis der wirtschaftlichen Rahmendaten muss ich jedoch nun feststellen, dass die Voraussetzungen für den von mir angestrebten Weg nicht mehr gegeben sind“, erklärte die Managerin. Sie habe deshalb ihr Amt zum 7. Juli niedergelegt. Das Unternehmen bedauerte die Entscheidung Sjöstedts. Finanzvorstand Miguel Müllenbach und Arbeitsdirektor Kai-Uwe Weitz sollen das Unternehmen nun vorerst weiterführen. Ziel sei es, „die Sanierung von Karstadt entschlossen und unverzüglich anzugehen“, sagte Aufsichtsratschef Stephan Fanderl.

Ende Februar war Eva-Lotta Sjöstedt noch kämpferisch. Zum Dienstantritt rief sie die Belegschaft des angeschlagenen Warenhausriesen zum Zusammenhalt bei der Sanierung auf. „Wir haben eine gewaltige Aufgabe vor uns“, schrieb Sjöstedt in einem Brief an die Mitarbeiter. „Wenn wir als ein großes Team zusammen arbeiten, können wir alles erreichen“, betonte die ehemalige Ikea-Managerin.

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