Fairtrade: Auch Gold soll fair gehandelt werden

Fairtrade: Auch Gold soll fair gehandelt werden

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Mit dem Gütesiegel will Fairtrade die prekären Arbeitsbedingungen der Minenarbeiter im Goldabbau verbessern.

Schon zu Weihnachten könnte auf dem Goldschmuck unter dem Weihnachtsbaum das Fairtrade-Siegel prangen. Das soll helfen, die Arbeitsbedingungen der Minenarbeiter zu verbessern.

Nach Kaffee und Schokolade soll es nun bald auch Gold mit dem Fairtrade-Siegel geben. Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft will der Verein Fairtrade dem fair gehandelten Gold den Weg in die Juweliergeschäfte ebnen und damit die Arbeitsbedingungen für Minenarbeiter und ihre Familien verbessern, wie Vereinssprecherin Claudia Brück am Freitag erklärte. Zuerst hatte der „Spiegel“ (Samstag) über die Pläne des Vereins berichtet.

In Schmuckgeschäften in Großbritannien und der Schweiz können Verbraucher Brück zufolge schon heute fair gehandeltes Gold kaufen. In Deutschland sei Fairtrade nun in Verhandlungen mit Scheideanstalten und Juwelieren. „Wir hoffen, dass der Schmuck dann schon unter dem Weihnachtsbaum liegen kann“, sagte Brück.

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Die wichtigsten Fakten zu Gold

  • Goldnachfrage

    Die gesamte Goldnachfrage im dritten Quartal 2014 betrug 929,3 Tonnen. Damit ist die Nachfrage um 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (Q3'13: 952,8) gefallen.

    Quelle: World Gold Council

  • Schmucknachfrage

    Die weltweite Nachfrage nach Schmuck betrug im dritten Quartal 2014 insgesamt 534,2 Tonnen und ist damit um vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr (Q3'13: 556,3) gefallen.

  • Industrienachfrage

    Die Nachfrage des Technologiesektors belief sich im dritten Quartal 2014 auf 97,9 Tonnen und fiel, verglichen mit den 103,1 Tonnen im dritten Quartal 2013, um fünf Prozent.

  • Goldbarren- und Münznachfrage

    Die Nachfrage nach Goldbarren und -münzen ist im dritten Quartal 2014 deutlich gesunken – auf 245,6 Tonnen. Ein Minus von 21 Prozent im Vergleich zu 2013 (Q3: 312,3).

  • EFTs und ähnliche Produkte

    Dass die Gesamtnachfrage nach Gold gefallen ist, ist auch auf die Abflüsse aus Gold-EFTs zurückzuführen. Im dritten Quartal 2014 beliefen sich diese auf 41,3 Tonnen. Allerdings ist das deutlich weniger als im Vorjahr. Im dritten Quartlal 2013 betrugen sie noch 120,2 Tonnen.

  • Notenbanken

    Die Nettoeinkäufe von Zentralbanken betrugen im dritten Quartal 2014 92,8 Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Rückgang von neun Prozent (Q3'13: 101,5).

  • Investment gesamt

    Die Goldnachfrage im Investment belief sich im dritten Quartal 2014 auf 204,4 Tonnen. Das ist eine minimale Steigerung von sechs Prozent, im Vorjahresquartal waren es 192 Tonnen.

Ziel von Fairtrade ist es, die sehr prekären Arbeitsbedingungen der Minenarbeiter im kleingewerblichen Goldabbau zu verbessern und Kinderarbeit zu verhindern. Zentral dabei sind ein garantierter Mindestpreis, eine darüber hinausgehende Fairtrade-Prämie von 2000 US-Dollar pro Kilogramm Gold, die für Gemeinschaftsprojekte wie Schulen und Gesundheitszentren sowie die Verbesserung betrieblicher Arbeitsabläufe bestimmt ist, sowie die Einhaltung von Schutzbestimmungen. Die Arbeiter seien oft gefährlichen und unhygienischen Bedingungen ausgesetzt, betont der Verein.

Die ersten Fairtrade-Produzentenorganisationen im kleingewerblichen Goldsektor befinden sich in Peru und Kolumbien. Neue Projekte mit Organisationen in Ostafrika seien derzeit in der Pilotphase, berichtete der Verein. „Wenn heute ein großer Juwelier sagt, ich möchte umsteigen, könnten wird das Gold sehr schnell zur Verfügung stellen“, meinte Brück. Laut Fairtrade sind weltweit mehr als 100 Millionen Menschen direkt oder indirekt vom kleingewerblichen Goldabbau abhängig.

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