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Fertiggericht-Klassiker: Kraft Foods verkauft Mirácoli

Es ist das Ende der Super-Nudel in Deutschland. Die Mirácoli-Produktion im größten deutschen Kraft-Foods-Werk wird eingestellt. Der Konzern hat Mirácoli an Mars verkauft.

"Mirácoli ist fertig", lautete der eingängige Werbespruch für das Duo aus Nudeln und Tomatensauce. Jetzt muss es lautet "Mirácoli ist futsch". Eigentümer Kraft Food verkauft die Marke an den Mars-Konzern. Quelle: Rainer Zenz
"Mirácoli ist fertig", lautete der eingängige Werbespruch für das Duo aus Nudeln und Tomatensauce. Jetzt muss es lautet "Mirácoli ist futsch". Eigentümer Kraft Food verkauft die Marke an den Mars-Konzern. Quelle: Rainer Zenz

Der Nahrungsmittelkonzern Kraft Foods verkauft die bekannte Nudel- und Fertiggericht-Marke Mirácoli an den Konkurrenten Mars. Das Unternehmen bestätigte entsprechende Angaben der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Sie hatte das Aus der Mirácoli-Produktion im größten deutschen Lebensmittelwerk von Kraft Foods im niedersächsischen Bad Fallingbostel scharf kritisiert. Die Beschäftigten wurden dort am Mittwoch informiert.

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Platz 10: Smithfield Foods

Sitz: Virginia, USA

Umsatz 2010: 9,3 Milliarden US-Dollar

Mitarbeiter: 48.000

Die bekanntesten Marken: Aoste Wurstwaren, Weight Watchers (gekochte Fleischprodukte), Yano, Constar

Bild: dapd

Der Vertrag für das Mirácoli-Geschäft sei inzwischen unterzeichnet, sagte eine Kraft-Foods-Sprecherin . Die Übergabe der Produktion sei für den Herbst geplant. Zugleich versprach der Konzern, alles zu tun, um einen Arbeitsplatzabbau zu vermeiden. Die Herstellung soll nach Angaben der Gewerkschaft zum Jahresende aus Bad Fallingbostel abgezogen werden. „Wir werden eine sozialverträgliche Lösung anstreben, das ist ein ganz klares Ziel“, hieß es aus dem Konzern.

Weitere Details wollte Kraft Foods mit Blick auf die Verhandlungen mit der Arbeitnehmerseite über einen Sozialplan für die Mitarbeiter zunächst nicht nennen. Der Geschäftsführer der NGG in der Region Bremen-Weser-Elbe, Dieter Nickel, sah die Ankündigungen von Kraft Foods skeptisch. „Soziale Verantwortung gibt es offensichtlich nur auf der Homepage und in den Hochglanzbroschüren des Konzerns“, sagte er. „Einen „sozialverträglichen“ Abbau von Arbeitsplätzen kann es nicht geben.“

Zusammen mit dem Betriebsrat werde er versuchen, möglichst viele Jobs an dem Standort zu halten, erklärte Nickel. Die Marke Mirácoli gehöre zu den Vorzeigeprodukten von Kraft und sei in ihrem Segment „mit Abstand Marktführer“. Sie hatte als eines der bekanntesten Fertiggerichte erst vor kurzem ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert.

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