Bild: dpaEon-Chef Johannes Teyssen hat zuletzt die Prognose für das kommende Jahr kassiert. Für die Beschäftigten des Energieversorgers hat das aber keine Auswirkungen beim Weihnachtsgeld. Ein Großteil der Mitarbeiter in Deutschland erhalte die Zahlung, teilte Eon auf Anfrage mit. Die Regelungen im Konzern sind aber unterschiedlich. „Die Höhe des Weihnachtsgelds liegt in der Regel bei einem Monatsgehalt“, sagte ein Eon-Sprecher zu Handelsblatt Online.
Bild: dpaBeim süddeutschen Eon-Konkurrenten EnBW ist die Sache klarer. Das Energieunternehmen zahlt „wieder 100 Prozent Weihnachtsgeld aus“, heißt es auf Anfrage. Das heißt jeder EnBW-Beschäftigte erhält ein Monatsgehalt.
Bild: REUTERSKling, Glöckchen, klingelingeling: Die Deutsche Post lässt sich zu Weihnachten nicht lumpen. Die rund 130.000 tariflichen Mitarbeiter erhalten ein 13. Monatsgehalt als Weihnachtsgeld.
Bild: dpaBei Adidas und Vorstandschef Herbert Hainer läuft es ganz anders: „Adidas hat sich bereits vor Jahren gegen Weihnachtsgeschenke und -karten entschieden“, heißt es auf Anfrage. Der Sportartikelhersteller fördert stattdessen lieber soziale Projekte und Einrichtungen. Das Unternehmen unterstütze zum Beispiel den Bau von SOS Kinderdörfern.
Bild: dpaNein, bei Heidelberg Cement gibt es keinen Sack Zement als Weihnachtsprämie. Das Dax-Unternehmen zahlt seinen Arbeitnehmern ganz klassisch ein Monatsgehalt als Weihnachtsgeld.
Bild: dpaRichtig kompliziert wird es mit den Regelungen zum Weihnachtsgeld beim Mischkonzern Thyssen-Krupp. Das Unternehmen „ist in verschiedenen Geschäftsfeldern mit unterschiedlichen Tarifmodellen tätig“, teilt der Konzern mit. Die Zahlung ist also von Konzerngesellschaft zu Konzerngesellschaft unterschiedlich. Generell werde aber Weihnachtsgeld gezahlt. In einigen Konzernunternehmen werde zusätzlich eine erfolgsabhängige einmalige Jahressonderzahlung gewährt.
Bild: dapdDie Krise ist groß bei Air Berlin. Doch die Mitarbeiter haben ein 13. Monatsgehalt im Arbeitsvertrag stehen – das Weihnachtsgeld wird ausgezahlt. Allerdings nicht klassisch komplett mit dem Novembergehalt, sondern jeweils zur Hälfte im März und November. Pech haben Führungskräfte der Airline: Sie haben keine entsprechende Vereinbarung in ihren Arbeitsverträgen. Zwölf Gehälter im Jahr, mehr gibt es für sie nicht.
Bild: dapdEin Weihnachtsgeld in Höhe von 100 Prozent eines Monatsgehalts gibt es für die Beschäftigten des Air-Berlin-Konkurrenten Lufthansa. Die Fluggesellschaft hat allerdings unterschiedliche Vereinbarungen zur Auszahlung mit ihren Mitarbeitern in den Tarifverträgen geschlossen. Die Beschäftigten des Bodenpersonals erhalten mit dem Novembergehalt 50 Prozent, die andere Hälfte folgt im Frühjahr als Urlaubsgeld. Mitarbeitern im Flugzeug, also Kapitänen und Flugbegleitern, wird das 13. Monatsgehalt über zwölf Monate verteilt ausgezahlt.
Bild: obs95 Prozent eines Monatsentgelts zahlt der Chemieriese BASF seinen tariflichen Mitarbeitern. Ein Laborant mit etwa zehn Jahren Berufserfahrung bekomme 3796 Euro Weihnachtsgeld, rechnet BASF vor. Mit Kosten für das Weihnachtsgeld von 96 Millionen Euro kalkulieren die Ludwigshafener in diesem Jahr, drei Millionen Euro mehr als 2011.
Bild: dpaAuf eine Aspirin können die Mitarbeiter von Bayer nach dem Blick auf die November-Abrechnung verzichten. Denn die tariflich Beschäftigten des Pharma- und Chemieunternehmens können sich ebenfalls über 95 Prozent eines Bruttogehalts extra freuen – kein Grund für Kopfschmerzen.
Eon-Chef Johannes Teyssen hat zuletzt die Prognose für das kommende Jahr kassiert. Für die Beschäftigten des Energieversorgers hat das aber keine Auswirkungen beim Weihnachtsgeld. Ein Großteil der Mitarbeiter in Deutschland erhalte die Zahlung, teilte Eon auf Anfrage mit. Die Regelungen im Konzern sind aber unterschiedlich. „Die Höhe des Weihnachtsgelds liegt in der Regel bei einem Monatsgehalt“, sagte ein Eon-Sprecher zu Handelsblatt Online.
Haben Sie schon auf Ihren Kontostand geschaut? Wenn nicht, holen Sie das nach. Denn er könnte sich positiv verändert haben. Dann nämlich, wenn Sie zu den Beschäftigten gehören, die von ihrem Arbeitgeber ein Weihnachtsgeld erhalten. Das wird meistens mit dem November-Gehalt ausgezahlt.
Über ein Weihnachtsgeld können sich in diesem Jahr mehr als die Hälfte aller Arbeitnehmer freuen – rund 14 Millionen sind es nach Schätzungen von Experten. Genauere Zahlen gibt es nicht. „In Unternehmen mit Tarifvertrag sind es 70 Prozent und in Unternehmen ohne Tarifvertrag 42 Prozent“, sagte Reinhard Bispinck, Leiter des WSI-Tarifarchivs der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Das hat eine Umfrage seiner Einrichtung ergeben.
Es gibt aber Unterschiede zwischen dem Westen und dem Osten Deutschlands. Während im Westen knapp 60 Prozent Weihnachtsgeld bekommen, sind in es in Ostdeutschland lediglich rund 40 Prozent, zeigen Zahlen des WSI-Tarifarchivs. Teilweise sind die unterschiedlichen Zahlungen auch in Tarifverträgen festgeschrieben.
Die gute Nachricht: Viele Arbeitnehmer erhalten 2012 eine größere Sonderzahlung als im Vorjahr. Bei rund sieben Millionen Beschäftigten überweisen die Arbeitgeber mehr Geld. Grund dafür sind die höheren Tarifabschlüsse in zahlreichen Branchen, wie die Böckler-Stiftung herausgefunden hat.
Da das Weihnachtsgeld in den meisten Tarifverträgen prozentual vom Bruttogehalt gezahlt wird, erhöht sich mit den Tarifabschlüssen also auch die Sonderzahlung. Zahltag für Arbeitgeber! In vielen Fällen können sich die Arbeitnehmer über das sogenannte 13. Monatsgehalt freuen. Es gibt volle 100 Prozent eines Brutto-Monatsgehalts obendrauf.
Die Zahlung ist quer durch alle Branchen üblich. Energieunternehmen wie EnBW zahlen es, die Deutsche Bank und die Commerzbank oder auch die Deutsche Post. Chemieunternehmen wie BASF und Bayer zahlen als „Jahresleistung“ immerhin noch 95 Prozent des Bruttogehalts, bei den Autobauern Daimler und Opel gibt es nicht mehr als 55 Prozent.
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