Fossil: Uhrenfirma läuft Trend hinterher

Fossil: Uhrenfirma läuft Trend hinterher

, aktualisiert 10. Mai 2017, 15:10 Uhr
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Der Uhrenkonzern fährt im ersten Quartal einen Millionenverlust ein.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Fossil-Konzern ist mit seinen vielen Marken ein gutes Barometer für den Uhren-Massenmarkt. Und das vergangene Quartal zeigt: Die Verkäufe gewöhnlicher Uhren gehen zurück, die Smartwatch kommt nicht schnell genug.

RichardsonDie Verkäufe klassischer Uhren beim Branchen-Schwergewicht Fossil sind zuletzt schneller abgesackt als neue Smartwatches die Lücke ausfüllen konnten. Das ließ den Umsatz im vergangenen Quartal um zwölf Prozent auf rund 582 Millionen Dollar sinken. Es gab einen Verlust von 48,2 Millionen Dollar nach einem Plus von 5,8 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Die Anleger reagierten schroff: Die Aktie verlor am Mittwoch vorbörslich über ein Fünftel ihres Werts.

Fossil ist ein großer Player im Geschäft mit Modeuhren. Der Konzern steckt hinter den Modellen von Marken wie Michael Kors, Marc Jacobs, DKNY, Emporio Armani oder Skagen. Die Firma prescht gerade aggressiv ins Geschäft mit vernetzten Uhren und Smartwatches vor. So wurde im März angekündigt, dass alle Männer-Modelle unter der Marke Michael Kors künftig einen Chip oder einen Touchscreen haben werden. Dazu gehören unter anderem Hybrid-Uhren, die zwar ein Zifferblatt mit klassischen Zeigern haben, aber zum Beispiel Schritte zählen oder einen Knopf zum Auslösen der Smartphone-Kamera haben. Insgesamt will Fossil in diesem Jahr 300 vernetzte Modellvarianten unter 14 Markennamen auf den Markt bringen. Die Firma setzt dabei auf das Google-Betriebssystem Android Wear.

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Im vergangenen Quartal fiel der gesamte Uhren-Umsatz von Fossil um 9,4 Prozent auf rund 450 Millionen Dollar. Stückzahlen veröffentlichte das Unternehmen nicht.

Im Geschäft mit Computer-Uhren führt nach Berechnungen von Marktforschern die Apple Watch. Von ihr wurden Schätzungen der Analysefirma Strategy Analytics zufolge im vergangenen Quartal 3,5 Millionen Geräte verkauft.

Quelle:  Handelsblatt Online
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