Ganze Stadtquartiere geplant: Ikea-Schwester will Hotels und Wohnheime bauen

Ganze Stadtquartiere geplant: Ikea-Schwester will Hotels und Wohnheime bauen

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Ikea ist bereits das umsatzstärkste Möbelhaus in Deutschland. Jetzt wollen die Schweden eigene Hotels und Studentenwohnheime eröffnen.

Studenten in ganz Deutschland können sich bald den Gang ist Möbelhaus sparen und gleich bei Ikea einziehen. Ein Schwesterunternehmen des Möbelhauses will Wohnheime, Billighotels und ganze Stadtteile errichten.

Wohnen im Ikea-Stil - das könnte für Studenten und Touristen bald eine neue Bedeutung bekommen. Inter Ikea, eine Schwestergesellschaft des schwedischen Möbelhauses, will nach einem Bericht der „Immobilien Zeitung“ in Westeuropa Studentenwohnheime und Billig-Hotels errichten - auch in Deutschland.

Für die Studierenden habe man „ein intelligentes Einrichtungssystem“ entwickelt, um die Zimmer für unterschiedliche Funktionen zu nutzen, sagte der zuständige Manager bei der Inter-Ikea-Tochter Landprop, Harald Müller, dem Fachblatt. Die Zimmer sollen 17,5 Quadratmeter groß sein. Müller hoffe, demnächst eine Vereinbarung über einen ersten deutschen Standort zu erzielen. Grundsätzlich seien alle Universitätsstädte interessant, Städte mit größeren Universitäten seien natürlich besonders attraktiv.

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Die Wohnheime würden allerdings nicht unter dem Namen Ikea laufen, sondern "Ulito". LandProp, die Immobilientochter von Inter Ikea, plant dafür nicht nur auf von Universitäten gepachtete Grundstücken Appartements entstehen zu lassen, sondern auch selbst Grundstücke zu kaufen und zu bebauen. Müller sagte dem Fachblatt, wenn Betreiber Interesse hätten, könne er sich hier auch Fitnessclubs oder Pubs vorstellen.

Zweites Großprojekt der Ikea-Schwester ist die Entwicklung von sogenannten Budget-Design-Hotels. Dafür habe sich das Unternehmen mit Partnern zusammengetan. Gesucht würden dafür unbebaute Grundstücke oder solche mit Abrissgebäuden "in allen wichtigen Städten".

Darüber hinaus will Landprop auch ganze neue Stadtteile entwickeln. So sollen in London in der Nähe des Olympiaparks auf einem brachliegenden Industrieareal mehr als 1000 Wohnungen, Büros, ein Hotel und Geschäfte entstehen. In Deutschland seien für derartige Projekte zum Beispiel freiwerdende Flächen in Bahnhofsnähe geeignet, sagte Müller.

Das Möbelgeschäft und die verwandte Gesellschaft, die Eigentümer sämtlicher Ikea-Markenrechte ist, wurden von Ikea-Erfinder Ingvar Kamprad gegründet, sind heute aber finanziell und operativ unabhängig voreinander.

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Für die Rechte am Markennamen des Möbelhauses hat Inter Ikea nach Angaben der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ/Samstag) im Rahmen einer internen Transaktion jüngst einen Betrag von neun Milliarden Euro aufgebracht. Dies ist sozusagen der Wert der Marke Ikea. Eines der Geschäftsfelder von Inter Ikea ist die Immobilienentwicklung.

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