Gerry Weber: Modekonzern will sparen

Gerry Weber: Modekonzern will sparen

, aktualisiert 14. September 2017, 13:19 Uhr
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Der Aktienkurs steigt, Analysten bleiben aber skeptisch.

Quelle:Handelsblatt Online

Gerry Weber muss für die ersten neun Monate einen Umsatzrückgang von knapp drei Prozent hinnehmen. Der Konzern plant Einsparungen um für das Gesamtjahr noch einen operativen Gewinn von bis zu 20 Millionen zu erreichen.

DüsseldorfDer Modekonzern Gerry Weber hofft auf eine ertragreiche Wintersaison. Darüber hinaus sollen auch Einsparungen im Gesamtjahr einen operativen Gewinn (Ebit) zwischen zehn und 20 (Vorjahr: 13,8) Millionen Euro bringen, wie Vorstandschef Ralf Weber am Donnerstag erklärte. Die geplante Neuausrichtung zeige erste positive Effekte auf der Kostenseite und bei der Umsatzentwicklung. Vor dem Hintergrund und der Bedeutung des vierten Quartals für die Ergebnissituation gehe er daher davon aus, die Ziele im Gesamtjahr zu erreichen.

Nach neun Monaten verbuchte der familiengeführte Damenmode-Hersteller allerdings einen Umsatzrückgang um knapp drei Prozent auf 620 Millionen Euro. Der wäre noch höher ausgefallen, hätte die Tochter Hallhuber nicht ein Plus von 5,3 Prozent auf 140,8 Millionen Euro erzielt. Das Konzern-Ebit erreichte lediglich 0,2 (Vorjahr: 0,6) Millionen Euro, netto fiel ein Minus in Höhe von 3,4 (minus 4,0) Millionen Euro an.

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Bei Anlegern keimte indes die Hoffnung auf bessere Zeiten auf. Die Aktie stieg zeitweise um mehr als drei Prozent und führte die Gewinnerliste im SDax an. Gleichwohl raten Analysten von Baader und DZ Bank zum Verkauf. Gerry Weber sei noch nicht über dem Berg, kommentierte Baader-Analyst Volker Bosse. Herbert Sturm von der DZ Bank hält die Papiere im Branchenvergleich für überbewertet.

Weber hatte dem schwächelnden Unternehmen eine Rosskur verschrieben. Zehn Prozent der rund 7.000 Stellen wurden gestrichen und über 100 von seinerzeit 1.270 eigenen Filialen und Verkaufsflächen geschlossen. Die Modebranche ringt seit längerem mit dem veränderten Kaufverhalten der Kunden, die zunehmend Waren online bestellen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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