Gewinnprognose gesenkt: Schlappe für Puma-Chef Franz Koch

Gewinnprognose gesenkt: Schlappe für Puma-Chef Franz Koch

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Das Jahr 2011 war für Puma mehr als erfolgreich. Puma-Chef Franz Koch wollte zum großen Sprung ansetzen. Um so mehr überrascht, dass Puma die Prognose für 2012 senken muss.

In seinem ersten Jahr als Konzernchef brillierte Franz Koch - er knackte die Drei-Milliarden-Euro-Umsatzmarke. Davon ist aktuell nichts mehr zu sehen. Puma schockiert mit einem heftigen Gewinneinbruch.

Waren die Lorbeeren für den jungen Puma-Chef Franz Koch verfrüht? Im Jahr 2011 verblüffte der 32-Jährige Analysten und Aktionäre mit einem Gewinnwachstum um 14 Prozent auf 230 Millionen Euro. Gerechnet hatten Experten mit einem mittleren einstelligen Wachstum. Vor allem in Nord- und Südamerika hatte der Konzern kräftig zugelegt. Viel Potenzial sah Koch in den Schwellenländern. Hier punktete Puma beispielsweise mit seinem Engagement im Motorsport, vor allem mit der Formel 1. Insgesamt stand die Region 2011 für ein gutes Drittel des Puma-Geschäfts, Tendenz steigend. Das Jahr 2011 beflügelte Koch zu Aussagen, man wolle bis 2015 vier Milliarden Euro Umsatz machen.

Schwaches Geschäft in Europa

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Jetzt wird die Konsumflaute in Europa der Marke mit der Raubkatze zum Verhängnis. Auch die Fußball-Europameisterschaft brachte nicht den nötigen Umsatzschub. Am Mittwoch senkte Puma überraschend seine Umsatz- und Gewinnprognose für 2012. Es ist die erste schwere Schlappe für den neuen Puma-Chef Franz Koch, der angetreten war, um die Marke mit der springenden Raubkatze wieder sportlicher zu machen und zu alten Wachstumsraten zu verhelfen.

Koch wollte wieder bei Sportlern punkten, denen der selbsternannte Sportlifestyle-Konzern die vergangenen Jahre über zu stark ins Modegeschäft abgedriftet war. Dass der Strategieschwenk erst mittelfristig Früchte tragen würde, war von Beginn an klar, mit dem starken Gewinneinbruch hat jedoch keiner gerechnet. Vielmehr setzte das Puma-Management auf die die Stärken in den Schwellenländern, um die Schwächen in den gesättigten ein Stück weit aufzufangen. Diese Rechnung scheint vorerst nicht aufgegangen zu sein.

100 Millionen Euro für den Konzernumbau

Nach der schweren Wirtschaftskrise 2009, die auch die erfolgsverwöhnte Branche um die größeren Anbieter Nike und Adidas spürbar traf, leitet Puma nun den nächsten größeren Firmenumbau ein. Die Details sollen aber erst nächste Woche bekanntgeben werden. Fest steht: Die Restrukturierung kostet das Unternehmen dieses Jahr rund 100 Millionen Euro, wodurch das bisherige Gewinnziel nicht mehr zu halten ist. Für das erste Halbjahr wies Puma ein Umsatzwachstum von 8,8 Prozent aus, nachdem die Steigerung in den ersten drei Monaten erst gut sechs Prozent betragen hatte.

Allerdings werden das operative Ergebnis (Ebit) und der Konzerngewinn im Zeitraum Januar bis Juni etwa elf beziehungsweise 13 Prozent niedriger als im Jahr zuvor ausfallen. Puma macht dafür vor allem Probleme in Europa verantwortlich. Und das hat auch Auswirkung auf das Gesamtjahr: Statt eines Umsatzwachstums im hohen einstelligen Prozentbereich rechnet Puma jetzt nur noch mit einem Zuwachs im mittleren einstelligen Bereich.

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