Gildo Zegna: "Eiserne Disziplin"

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Gildo Zegna: "Eiserne Disziplin"

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Zegna-Chef Gildo Zegna sieht in E-Commerce eine große Zukunft und plant entsprechend Investitionen

Der Gründerenkel und Zegna-Chef über die Euro-Krise, Wachstum im Luxusmodemarkt und steigende Preise.

WirtschaftsWoche: Signor Zegna, spüren Sie die Euro-Krise?

Zegna: 90 Prozent unserer Umsätze stammen aus dem Ausland, davon 70 Prozent aus außereuropäischen Ländern. Damit fühlen wir uns ausreichend gegen die Euro-Krise gewappnet. Das war in der ersten Finanzkrise 2008/09 noch anders. Damals haben wir Umsatz und Gewinneinbußen erlitten. Aber wir haben Konsequenzen aus diesen Erfahrungen gezogen und Investitionen kurzfristig von Europa und Amerika nach Asien verlagert, um dort zu produzieren. Dieser Schritt kommt uns heute zugute. Wir liegen mit unserer Umsatzentwicklung auf Rekordkurs. Ein wenig zu schaffen macht uns lediglich der starke Dollar, der den Einkauf von Rohstoffen verteuert.

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Aber spurlos wird die Krise doch auch an Ihrem Unternehmen nicht vorübergehen?

Das ist richtig. Unser Problem ist, dass wir nicht mehr verlässlich langfristig planen können. Was bringt es, wenn wir unsere Drei-Jahres-Pläne jedes Jahr korrigieren müssen?

Luxusmarken Luxusriesen trotzen der Krise

Die Hersteller und Händler von Luxuswaren schreiben erneut herausragende Zahlen. Den großen Kuchen des Marktes teilen wenige Konzerne unter sich auf.

Chinesen vor einer Hermès Filliale Quelle: dpa

Wie sehen Sie Zegna im Vergleich zu Ihren Konkurrenten? Welche Rolle spielt dabei Hugo Boss?

Zu unseren Mitbewerbern möchte ich mich nicht äußern. Nur so viel: Unsere Mitbewerber kommen ausschließlich aus Frankreich und Italien. Derzeit wächst der Herrenmodesektor stärker als die Damenmode, und es gibt viele Newcomer. Hugo Boss ist weniger unser Mitbewerber als vielmehr ein guter Kunde, der bei uns Stoffe einkauft. Wir profitieren, wenn Hugo Boss wächst.

Boss ist auch bei Damenmoden aktiv. Haben Sie ähnliche Ambitionen?

Unser Fokus bleibt die Herrenmode. Wir haben vor rund zehn Jahren die Firma Agnona übernommen, die Damenmode unter eigenem Namen fertigt. Darüber hinaus gibt es keine Ausbaupläne.

Welche Bedeutung hat der deutsche Markt für Ihr Unternehmen?

Neben Asien zählt Deutschland zu den wichtigsten Wachstumsmärkten. Der deutsche Luxusmarkt legt kräftig zu, und das wird auch so bleiben, die Chancen sind noch längst nicht ausgeschöpft. Mit sechs eigenen, stationären Läden und unserem Online-Shop sind wir sehr gut positioniert.

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