Grüne Woche: Leistungsschau der Landwirte

 
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Grüne Woche: Leistungsschau der Landwirte

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Letzte Vorbereitungen: Die Werbefigur der "Grüne Woche", die Kuh "Elsa", fährt mit zwei Helfern die Rolltreppe zum Pressezentrum hinauf.

Die industrielle Landwirtschaft soll möglichst bald ein Ende haben. Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) warb deshalb zum Auftakt der Grünen Woche in Berlin für eine "Green Economy".

Eine Landwirtschaft ohne Tierleid und Monokulturen forderte das Agrarbündnis aus Bauern, Umwelt- und Tierschützern. Aigner präsentiert sich verbrauchernah und stellte zur Eröffnung eine „Charta für Landwirtschaft und Verbraucher“ vor, mit der sie eine Brücke zwischen der Agrarbranche und den Konsumenten bauen will.

Das Papier sei in einer breiten gesellschaftlichen Diskussion entstanden und beschreibe die künftigen Herausforderungen, aber auch die Zielkonflikte. „An die Stelle des Übereinander-Redens ist das Miteinander-Reden getreten“, sagte die Ministerin. Deutschland werde künftig bäuerliche und Boden gebundene Betriebe besonders unterstützen und regionale Wirtschaftskreisläufe stärken, erklärte Aigner. „Das Tierwohl werden wir stärken und dem Verbraucher in seinen Wahlmöglichkeiten bei Lebensmitteln über mehr Transparenz eine klare Orientierung bieten.“ So sollen Verbraucher künftig auf einen Blick erkennen, ob Fleisch von Tieren aus artgerechter Haltung stammt. Aigner will sich auf EU-Ebene für die Einführung eines europäischen Tierwohlsiegels - ähnlich dem Biosiegel - einsetzen.

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Gebremste Begeisterung beim Bauernverband

Bauernpräsident Gerd Sonnleitner sagte, im Großen und Ganzen könnten die Landwirte „den Charta-Überlegungen der Ministerin Aigner folgen, auch wenn sie für unsere Tierhalter harte Kost bedeuten“. Die FDP-Agrarexpertin Christel Happach-Kasan kritisierte, die Charta greife zu kurz, weil sie den Einzelhandel mit seiner starken Nachfragemacht ausblende. Für die SPD fehlt, in welche Richtung Aigner die Landwirtschaft entwickeln will. Die Grünen nannten von einem „reinen Sammelsurium“ an Ankündigungen.

Auf der Grünen Woche präsentieren 1624 Aussteller aus 59 Ländern ihre Produkte aus Landwirtschaft, Ernährungswirtschaft und Gartenbau der Öffentlichkeit. Das Partnerland der Messe ist in diesem Jahr Rumänien. Von den 16 deutschen Bundesländern sind ebenfalls 14 auf der Messe vertreten.

Branche optimistisch

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Die Branche ist im Vorfeld optimistisch. „Aus der Wirtschafts- und Finanzkrise ist die Landwirtschaft gestärkt hervorgegangen“, so Sonnleitner. Die weltweit steigende Nachfrage nach Nahrungsmitteln und Energie stimme auch die Landwirte zuversichtlich. Verbraucher müssen sich aber auf höhere Preise einstellen: Wegen teurer Agrarrohstoffe werden die Lebensmittelpreise in diesem Jahr zulegen, bekräftigte Jürgen Abraham, Chef der Bundesvereinigung der Ernährungsindustrie.

Das erste Mal fand die Messe im Jahr 1926 statt, damals kamen bereits 50.000 Besucher. Die Idee dazu entstand anlässlich einer Wintertagung der deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft.

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