Handel: Warum Kaufhof erfolgreicher als Karstadt ist

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Handel: Warum Kaufhof erfolgreicher als Karstadt ist

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Kaufhäuser von Karstadt und Kaufhof stehen in Düsseldorf nebeneinander.

von Henryk Hielscher

Kaufhof hui, Karstadt pfui - vier Gründe, warum der eine Konzern Millionen-Gewinne schreibt und der andere ums Überleben kämpft.

Für die beiden Warenhauskonzerne Karstadt und Kaufhof wurden heute Geschäftszahlen bekannt, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Karstadt habe im Geschäftsjahr 2012/2013 einen operativen Verlust von 124 Millionen Euro verbucht, der Umsatz sackte von 2,9 auf 2,7 Milliarden Euro, sagte Interimschef Miguel Müllenbach dem „Handelsblatt“. Die Mitarbeiter bereitete er auf harte Zeiten vor. Es soll „keine Tabus“ bei den Sparanstrengungen mehr geben, verkündete er.

Das Zahlenwerk des Erzrivalen Kaufhof kann sich indes sehen lassen. Das Unternehmen verdiente in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 179 Millionen Euro (Ebit). Das geht aus der Quartalsbilanz des Kaufhof-Mutterkonzerns Metro hervor. Der Kaufhof-Umsatz stieg demnach leicht auf 2,4 Milliarden Euro.

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Karstadt an der kurzen Leine

Die Zahlen zeigen einmal mehr, wie groß der Abstand zwischen den Rivalen inzwischen ist. An Erklärungsansätzen für die desaströse Lage in Essen und die solide Situation in Köln herrscht in der Branche kein Mangel. Vor allem vier Punkte sind entscheidend:

Konzern braucht mehr Zeit Karstadt verschiebt Aufsichtsratssitzung

Die Karstadt-Mitarbeiter müssen noch länger auf Klarheit warten: Der Aufsichtsrat des Warenhauskonzerns wird nun erst im August über seine Sanierung beraten. Man brauche mehr Zeit für Beratungen, hieß es.

Karstadt wird die Aufsichtsratssitzung nun erst im August abhalten. Quelle: dpa

- Investitionen: Als ein Kernproblem von Karstadt gilt der immense Investitionsstau im Unternehmen. Auf hohe dreistellige Millionenbeträge taxieren Handelsexperten die Beträge, die eingesetzt werden müssten, um die Warenhäuser zu modernisieren. Vor allem Eigentümer Nicolas Berggruen geizte mit Mitteln. Aber auch schon in den Jahren vor Berggruen war das Unternehmen kurz gehalten worden.
Bei Kaufhof fielen die Investitionen zwar ebenfalls recht bescheiden aus, sie flossen zumindest kontinuierlich. Und die Gelder wurden sinnvoller verwendet. Statt bei einzelnen Prunkhäusern zu klotzen, dafür aber das Gros der Filialen auszuhungern, investierte die Kaufhof-Spitze konsequent in die Fläche.

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