Handel: Wie wir im Supermarkt der Zukunft einkaufen

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Handel: Wie wir im Supermarkt der Zukunft einkaufen

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Technologien für einen effizienteren Einkauf: Eine Münze braucht der Einkaufswagen in Zukunft nicht mehr – und er kann noch mehr.

von Sebastian Kirsch und Mona Fromm

Keine langen Schlangen, keine nervigen Kassierer. Wanzl, Amazon, Albert Heijn und Walmart haben Technologien für einen effizienteren Einkauf. Eine Münze braucht der Einkaufswagen in Zukunft nicht – und er kann noch mehr.

„Wo ist denn der Schlitz für die Euromünze im Einkaufswagen?“, dürfte sich so mancher fragen, wenn er demnächst den Einkaufswagen entriegeln will. Die Antwort: Es gibt keinen. Die neuen Modelle lassen sich per Bluetooth-Verbindung ausleihen. Smartphone in die Halterung geklemmt, los geht die Fahrt in den vernetzten Supermarkt.

Doch erst muss eine Schranke passiert werden: eine Lichtschranke, die mit RFID (radio-frequency identification) ausgestattet ist. Die RFID-Technologie erkennt und speichert, welcher Einkaufswagen in den Laden fährt. Auf der einen Seite beginnen Spaß und personalisierte Angebote, die auf dem Handy per Push-Benachrichtigung aufpoppen, auf der anderen Seite beginnt die Überwachung.

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Selbstfahrende Einkaufswagen

Immerhin kann der der Ladenleiter nachhalten, wann sich wie lange welcher Wagen vor welchem Regal in welcher Abteilung befindet. Das System heißt „Wanzl connect“ und wurde vom weltgrößten Hersteller von Einkaufs- und Gepäckwagen Wanzl entwickelt. Das Konzept ist eine von vielen Technologien, die mittlerweile unseren Einkaufsalltag erleichtern.

Bald werden auch Shopper in den USA schneller und einfacher durch den Laden fahren. Besser gesagt: Der Einkaufswagen bei Walmart wird selbst fahren. Die amerikanische Supermarktkette arbeitet mit dem Start-up „Five Elements Robotics“ an dem smarten Warenkorb. Kunden schicken ihm ihre Einkaufsliste per App. Der Wagen navigiert sie zum richtigen Regal und scannt die Produkte, sobald der Kunde sie einpackt.

Werbung mit mehr Wirkung

Mit der entsprechenden App kann der Shopper auch bald in Deutschland die Ware scannen, wenn Wanzl sein System bei seinen Kunden integriert. Produkt aus dem Regal nehmen, mit dem Handy den Barcode scannen, in den Wagen legen. Alle Infos zum Produkt erscheinen auch noch einmal in der App. In der Nähe eines Regals mit Bluetooth-Beacon erscheint in der App ein Werbevideo zum Produkt. Die andere Möglichkeit der künftigen Werbung: Am Regal sind kleine Bildschirme dort installiert, wo sonst noch Preisschilder hängen. Das Öffnen eines prickelnden Erfrischungsgetränks im Mini-Film soll den Kunden zum Kauf verleiten.

Und wenn er ein Produkt vergessen hat und schon bezahlen möchte, erinnert die App ihn und navigiert ihn direkt zum richtigen Regal – vorausgesetzt, er hat zu Hause vorher seine Einkaufsliste digital eingetippt. Im Kassenbereich werden wir uns in Zukunft nicht mehr anstellen müssen. Stattdessen werden wir nur den QR-Code auf unserem Smartphone eine Lichtschranke halten, um zu bezahlen.

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