Handelskonzern Douglas: Käufer Advent will in Aufsichtsrat - Verkauf von Sparten offen

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exklusivHandelskonzern Douglas: Käufer Advent will in Aufsichtsrat - Verkauf von Sparten offen

von Mark Fehr und Henryk Hielscher

Der Finanzinvestor Advent hält sich nach dem Übernahmeangebot für den Hagener Handelskonzern Douglas Verkäufe einzelner Geschäftsbereiche offen.

„Ein Erfolgsrezept der Douglas-Gründerfamilie Kreke war sicherlich ihre aktive Portfoliostrategie“, sagte der Frankfurter Advent-Geschäftsführer Ranjan Sen im Interview mit der WirtschaftsWoche. „In der Historie des Unternehmens sind immer wieder neue Teile dazugekommen und andere wurden abgegeben“, so Sen. Diese Strategie „ist ein sehr vernünftiger Ansatz, den Advent weiter unterstützt“, sagte Sen. Zur Douglas-Gruppe gehören neben den Douglas Parfümerien unter anderen auch die schwer angeschlagene Buchhandelskette Thalia, der Juwelier Christ, der Damenmodenhändler AppelrathCüpper sowie die Hussel-Confiserien.

Die Kreke-Familie soll langfristig am Unternehmen beteiligt bleiben. „Henning Kreke bleibt Vorstandsvorsitzender, die Familie zählt weiterhin zu den Anteilseignern und wird ihren Anteil im Rahmen des freiwilligen Übernahmeangebots sogar ausbauen“, sagte Advent-Manager. Im kommenden Jahr könnte ein Advent-Vertreter jedoch den Vorsitz des Douglas-Aufsichtsrates von Jörn Kreke übernehmen. „Gehen Sie davon aus, dass wir angemessen im Aufsichtsrat vertreten sein werden“, sagte Sen. Zu Details wollte sich Sen nicht äußern, da entsprechende Unterlagen erst bei der deutschen Finanzaufsicht eingereicht werden sollen.

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Juwelier-Sparte Christ expandiert nach Österreich

Der US-Finanzinvestor Advent will nach der Übernahme der Hagener Douglas-Gruppe die Expansion erfolgreicher Unternehmenszweige wie der Juweliersparte Christ über die deutschen Grenzen in den Mittelpunkt stellen. „Christ ist bislang nur in Deutschland aktiv. Aus unserer Sicht ist jetzt die Expansion von Christ ins Ausland der nächste Schritt“, sagte Ranjan Sen, Advent-Geschäftsführer in Deutschland, gegenüber der WirtschaftsWoche. „Der deutschsprachige Markt, vor allem Österreich, ist eine Option, die sich geradezu aufdrängt. Dort könnte Christ auch von den Erfahrungen profitieren, die die Douglas-Gruppe bereits gesammelt hat“. Für die Parfümerien sei die verstärkte Expansion in der Türkei geplant, mittelfristig könnte zudem der asiatische Markt in den Fokus rücken.

Dabei wollen die neuen Douglas-Mehrheitseigentümer geballter als bisher in neue Märkte gehen. „Die Idee ist, möglichst mit 15 bis 20 Filialen in einem Markt zu wachsen“, kündigte Sen an. „Nehmen Sie das Beispiel Türkei: Gemeinsam mit dem Douglas-Management gehen wir davon aus, dass das Unternehmen hier in Zukunft eine deutlich höhere Schlagzahl bei der Expansion erreichen wird.“ Auch Asien sei eine „sehr spannende Region für Douglas“. Die Frage sei aber, ob für die Expansion ein Partner gebraucht wird. „Advent würde das Management auf jeden Fall dabei unterstützen, entsprechende Versuche jenseits Europas zu starten“, versprach Sen. Bei Bedarf, so Sen, „stellt Advent weiteres Kapital zur Verfügung, um größere Schritte zu gehen“.

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