Henkel bietet für Vogue: Konzern greift nach US-Shampoo-Hersteller

Henkel bietet für Vogue: Konzern greift nach US-Shampoo-Hersteller

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Der Vorstandsvorsitzende von Henkel, Hans Van Bylen, bei der Hauptversammlung in Düsseldorf.

Henkel bietet für den US-Hersteller Vogue. Der deutsche Großkonzern ist aber nicht der einzige Bieter: Unter anderem Unilever und L'Oreal sind ebenfalls interessiert. Vogue könnte bis zu drei Milliarden Dollar wert sein.

Der Konsumgüterriese Henkel nimmt Insidern zufolge erneut einen Shampoo-Hersteller ins Visier. Der Düsseldorfer Dax-Konzern mit Marken wie Schwarzkopf, Persil und Pritt habe in einer ersten Runde ein Gebot für Vogue International mit Sitz in Florida abgegeben, sagten mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen. Damit würde sich Henkel unter seinem neuen Chef Hans Van Bylen knapp ein Jahr nach dem verlorenen Bieterrennen um Wella wieder um einen Kosmetikhersteller bemühen. Interesse an Vogue haben den Insidern zufolge unter anderem auch Unilever und L'Oreal. Der Produzent von Haar- und Körperpflege-Produkte aus Clearwater könnte demnach mit 2,5 bis drei Milliarden Dollar bewertet werden. Henkel lehnte eine Stellungnahme ab, bei Unilever, L'Oreal und Vogue war zunächst niemand zu erreichen.

Henkel Guter Start in die Nach-Rorsted-Ära

Der neue Henkel-Chef Hans Van Bylen nimmt mit moderatem Umsatzwachstum aber deutlich steigenden Gewinnen die Arbeit an der Konzernspitze auf.

Henkel: Gewinn stärker als von Analysten erwartet Quelle: dpa

Der seit Anfang Mai amtierende Henkel-Chef Van Bylen hatte erst vergangene Woche betont, sich nach Übernahmezielen umzuschauen. "Zukäufe sind auf unserer Agenda", hatte der Belgier gesagt. Sie müssten aber strategisch zu Henkel passen und der Preis müsse vernünftig ausfallen. Van Bylen, der seit 1984 für Henkel arbeitet und zuletzt im Vorstand den Kosmetikbereich verantwortete, kann sich einer prall gefüllten Kasse bedienen. Bereits sein Vorgänger Kasper Rorsted, der zu Adidas wechselt, hatte sich nach Zukäufen umgeschaut.

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An der Börse notierten die Henkel-Aktien am Dienstag zunächst leicht im Minus, drehten dann aber im Handelsverlauf ins Plus. Ein Händler sagte, auf den ersten Blick könnte es teuer werden, aber Henkel könne das stemmen.

Henkel, Dr. Oetker, Nestlé Das Comeback der Marken

Der Siegeszug der Eigenmarke schien unaufhaltsam, doch nun folgt die Trendwende im Lebensmittelhandel. 2015 konnten Markenartikel-Hersteller erstmals wieder ihren Marktanteil steigern. Doch das hat seinen Preis.

Markenartikel im Supermarkt Quelle: dpa

Vogue International wurde 1987 von Firmenchef Todd Christopher gegründet. 2014 stieg für rund 400 Millionen Dollar der Finanzinvestor Carlyle mit 49 Prozent ein. Medienberichten zufolge setzt die Firma weniger als 300 Millionen Euro im Jahr um.

Im vergangenen Jahr hatte Henkel im Rennen um die Procter&Gamble -Tochter Wella den Kürzeren gezogen. Der US-Konsumgüterkonzern P&G gab dem Parfümhersteller Coty den Vorzug. Nach Wella hatte Henkel schon einmal seine Fühler ausgestreckt. Die Düsseldorfer wollten ihren Rivalen vor zehn Jahren übernehmen, doch P&G schnappte ihnen die Traditionsmarke für über sechs Milliarden Euro vor der Nase weg. Den letzten großen Milliarden-Kauf hatte Henkel 2008 in der Klebstoffsparte gestemmt. Bisher stammt die Hälfte des Umsatzes aus dem Verkauf von Klebstoffen, knapp 30 Prozent werden mit Waschmitteln erzielt, der Rest mit Kosmetikprodukten.

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