Henning Mankell ist tot : Autor verkaufte über 40 Millionen Krimis

Henning Mankell ist tot : Autor verkaufte über 40 Millionen Krimis

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Der schwedische Bestseller-Autor Henning Mankell ist im Alter von 67 Jahren verstorben.

Henning Mankell war einer der erfolgreichsten Krimiautoren. Berühmt machten ihn die Wallander-Romane, von denen er weltweit 40 Millionen Exemplare in insgesamt 40 Sprachen absetzte. Am Montag ist er Göteborg gestorben.

Kommissar Kurt Wallander machte ihn berühmt. Einen Roman nach dem anderen schrieb der schwedische Krimi-Autor Henning Mankell über den mürrischen Ermittler aus Ystad. Mehr als 15 Millionen Bücher verkaufte Mankell allein in Deutschland. Weltweit setzte der Handel über 40 Millionen Wallander-Krimis in insgesamt 40 Sprachen ab. Ein Bestseller nach dem anderen – von „Mörder ohne Gesicht“ bis „Mittsommermord“ – wurde verfilmt.

Sein erster Roman erschien erst 1979. Insgesamt schuf er 40 Bücher, darunter neben seinen Krimis und Romanen auch Essays, Kinderbücher und Skripte.

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Ende 2013 wurde bei Mankell ein bösartiger Tumor festgestellt. Der 67-Jährige war am Montagmorgen nach schwerer Krebskrankheit in Göteborg gestorben. Doch selbst dieser Tumor inspirierte den Literaten noch zu einem Buch: Im gerade auf Deutsch erschienenen „Treibsand“ sinniert Mankell über sein Leben mit der Krankheit, seine Angst vor dem Tod und sucht eine Antwort auf die Frage, „was es heißt, Mensch zu sein“.

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Nicht nur in Mankells Büchern spielten Gesellschaftskritik und Politik oft eine Rolle. Politisch engagierte sich der Sohn eines Richters und überzeugte Sozialist auch für die Sache der Palästinenser. 2010 machte Mankell die Reise der „Gaza-Hilfsflotte“ Richtung Palästina mit, die von israelischen Soldaten mit einem blutigen Einsatz gestoppt wurde. Neun türkische Mitreisende starben.

Neben Skandinavien nannte der gebürtige Stockholmer Afrika seine Heimat. Seit Mitte der 80er Jahre verbrachte Mankell viel Zeit in Mosambiks Hauptstadt Maputo, arbeitete dort an einem Theater, engagierte sich gegen Armut und Analphabetismus. „Meine Zeit zwischen Afrika und Europa aufzuteilen, hat mir Perspektiven und Distanz geschenkt, und ich glaube, es hat mich zu einem besseren Europäer gemacht“, erklärte Mankell. „Beide Orte sind mein Zuhause.“

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