Hörgeräte: Jeder zehnte HNO-Arzt korruptionsanfällig

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Der Markt für Hörgeräte wächst rasant und viele Ärzte verdienen doppelt daran

von Jürgen Salz

Auf dem Markt für Hörgeräte gehört Korruption offenbar zum Alltag. Wie die WirtschaftsWoche in ihrer neuen Ausgabe berichtet, sind nach Angaben aus Hörgeräteakustiker-Kreisen von den Hals-Nasen-Ohren-Ärzten "etwa zehn Prozent korruptionsanfällig".

Nach Recherchen des Blattes lassen sich die Mediziner von den Akustikern bezahlen, wenn sie Patienten empfehlen, einen bestimmten Hörgerätehändler am Ort aufzusuchen.

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Die Beträge, die Akustiker auf diese Weise an Ärzte bezahlen, reichen von etwa 50 Euro pro Patient in Nordrhein-Westfalen bis zu 200 Euro in Norddeutschland. In Einzelfällen übernehmen Akustiker für die Empfehlung laut WirtschaftsWoche auch Kosten wie die Leasing-Raten für das Auto der Arztgattin. "Akustiker sind eine ganz besonders schlimme Spezies", sagte Uwe Dolata, Korruptionsexperte beim Bund Deutscher Kriminalbeamter, dem Blatt.

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