Hornbach und Praktiker: Dauerregen drückt Baumarkt-Umsätze

ThemaEinzelhandel

Hornbach und Praktiker: Dauerregen drückt Baumarkt-Umsätze

Bild vergrößern

Noch hält Hornbach an seiner Prognose für das Geschäftsjahr 2013/2014 fest. Am Freitag treffen sich die Aktionäre der Baummarktkette.

Der verregnete Sommer macht den Baumärkten schwer zu schaffen. Hornbach wird seine Aktionäre am Freitag über die aktuelle Lage informieren. Im Gegensatz zu Praktiker haben sie aber noch Freude an dem Papier.

Regen, Regen, Regen. Gartenliebhaber und Heimwerker hatten in diesem so genannten Sommer bisher wenig Freude - und damit auch die Bau- und Gartenmärkte wie Hornbach, Praktiker und Obi. Am Freitag treffen sich die Aktionäre des Branchenzweiten Hornbach zur Hauptversammlung. Die Aktie notiert derzeit bei nicht ganz 25 Euro. Die Dividende blieb über die letzten Jahre konstant. In den letzten drei Monaten hat das Papier allerdings im Trend verloren.

Das nasskalte Frühjahr hat der Baumarktkette einen schlechten Start ins neue Geschäftsjahr beschert. "So einen verhagelten Start haben wir und die gesamte Do-it-yourself-Branche noch nie erlebt“, erklärte Konzernchef Albrecht Hornbach. „Schnee und Frost legten die Nachfrage in unseren Bau- und Gartenmärkten im März und der ersten Aprilhälfte 2013 buchstäblich auf Eis.“ Die Kundschaft lies in den europaweit 139 Märkten deutlich weniger liegen als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz ging um 2,9 Prozent auf 892 Millionen Euro zurück. Das Betriebsergebnis (Ebit) brach den Angaben zufolge um 32,2 Prozent auf 51,1 Millionen Euro ein.

Anzeige

Hornbach hält an Zielen fest

Dass die Zahl nicht noch stärker sank, ist mehreren neuen Märkten zu verdanken, die der Konzern im vergangenen Geschäftsjahr eröffnete. Unter dem Strich verdiente Hornbach im ersten Quartal (1. März bis 31. Mai) 31,2 Millionen Euro und damit 33,5 Prozent weniger. Das Unternehmen hält aber an seinen Zielen für das Gesamtjahr fest, wie Vorstandschef Hornbach erklärte: „Der Bau- und Renovierungsbedarf ist unverändert hoch.“ Die Gruppe rechnet damit im Geschäftsjahr 2013/2014 etwas mehr umzusetzen als im Vorjahr (3,23 Milliarden Euro). Das Betriebsergebnis soll in etwa auf Niveau des Vorjahres oder leicht darunter bleiben (2012/2013: 145,9 Millionen Euro. Für die rund 15.000 Hornbach-Angestellten sind das gute Nachrichten.

Zittern müssen dagegen die Mitarbeiter von Konkurrent Praktiker. Nach den Sanierungsmaßnahmen ist die Kette längst noch nicht über den Berg. Noch ist Praktiker nach Hornbach und Obi mit drei Milliarden Umsatz die Nummer drei im Heimwerkermarkt. Doch die Umstellung der Baumärkte auf die Schwester-Marke Max Bahr macht nur langsam Fortschritte. Dass man dort bereits wieder die Rabattkeule schwingt und bis zu 35 Prozent Nachlass auf ausgewählte Produktgruppen gewährt, kann die Anleger kaum froh stimmen. Die Strategie "20 Prozent auf alles - außer Tiernahrung" trieb Praktiker 2011 an den Rand des Ruins. Die Aktie rangiert im Pennystock-Niveau bei derzeit etwa 70 Cent.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%