Hugo Boss: Modekonzern kippt sein Umsatzziel

Hugo Boss: Modekonzern kippt sein Umsatzziel

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Bisher hatte Boss ein Umsatzziel von drei Milliarden Euro für 2015 angepeilt.

Der Modekonzern Hugo Boss hat sein ehrgeiziges Umsatzziel von drei Milliarden Euro für dieses Jahr begraben. Das Unternehmen will jedoch dem Gegenwind trotzen und setzt auf eigene Läden.

Der Modekonzern Hugo Boss hat sein Umsatzziel für 2015 begraben. Der Umsatz werde nach 2,57 Milliarden Euro 2014 in diesem Jahr währungsbereinigt um eine mittlere einstellige Prozentzahl gegenüber dem Vorjahr zulegen, erklärte das Unternehmen am Donnerstag.

Bisher hatte Boss ein Umsatzziel von drei Milliarden Euro für 2015 angepeilt, was Analysten allerdings schon länger abgeschrieben hatten. Die Markterwartung lag im Schnitt zuletzt bei 2,8 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (Ebitda) soll in diesem Jahr um fünf bis sieben Prozent steigen. Im vergangenen Jahr erhöhte sich das operative Ergebnis vor Abschreibungen und Sondereffekten um fünf Prozent auf 591 Millionen Euro.

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Hugo Boss legt kräftig zu

  • Entwicklung im ersten Halbjahr

    Ein gutes Geschäft in den eigenen Läden hat Hugo Boss im zweiten Quartal ein kräftiges Plus beschert. Der Umsatz stieg um 5 Prozent auf 559 Millionen Euro, der Gewinn um 18 Prozent auf 62,8 Millionen Euro.
    Im gesamten ersten Halbjahr machte Boss 4 Prozent mehr und damit 1,17 Milliarden Euro Umsatz. Stärkste Region war Europa, aber auch in Amerika, Asien, Australien und Japan legte das Unternehmen zu.



  • Groß- und Einzelhandel

    Beim Großhandel ging - im Gegensatz zum weiterhin florierenden Einzelhandel - der Umsatz in lokalen Währungen um sechs Prozent zurück. Unter anderem habe die Übernahme von Verkaufsflächen, die früher von Großhandelspartnern betrieben wurden, die Entwicklung belastet,

    Hugo Boss übernimmt immer mehr von Franchise-Partnern bewirtschaftete Verkaufsflächen und betreibt diese dann selbst. Das stärkt den konzerneigenen Einzelhandel, den Hugo Boss mittelfristig zum größten Absatzkanal ausbauen will.

  • Prognose

    Konzernchef Claus-Dietrich Lahrs bestätigte die Prognosen für das laufende Jahr. Im eigenen Einzelhandel rechne der Konzern erneut mit einem zweistelligen Zuwachs, auch beim Großhandel werde sich der Umsatz in der zweiten Jahreshälfte deutlich besser entwickeln. Bei Hugo Boss arbeiten derzeit knapp 12.500 Mitarbeiter.

Hugo Boss setzt auf eigene Läden

Der Edelschneider setzt weiterhin auf den Ausbau seiner eigenen Läden und will damit dem konjunkturellen Gegenwind trotzen. Hugo Boss habe sich bereits 2014 in einem anspruchsvollen Marktumfeld gut geschlagen und die Aussichten für die kommenden Jahre seien „exzellent“, sagte Konzernchef Claus-Dietrich Lahrs. 2014 hatten das ungünstige Wetter, die Russland-Krise und eine nachlassende Kauflaune die Geschäfte des MDax-Konzerns erschwert.

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Der Umsatz stieg wie bereits berichtet um sechs Prozent auf 2,57 Milliarden Euro und das operative Ergebnis um fünf Prozent auf 591 Millionen Euro. Den Aktionären will Hugo Boss dennoch eine um acht Prozent höhere Dividende von 3,62 Euro je Aktie zahlen. Boss hatte vorläufige Zahlen bereits Anfang Februar veröffentlicht.

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