Hugo Boss: Modekonzern schneidet besser ab als befürchtet

Hugo Boss: Modekonzern schneidet besser ab als befürchtet

, aktualisiert 16. Januar 2017, 09:38 Uhr
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Der Modekonzern war mit einer teuren Ladenexpansion und dem Versuch, die Marke Boss im Luxussegment zu etablieren, gescheitert.

Quelle:Handelsblatt Online

Hugo Boss hat einen Großumbau hinter sich. Das vergangenen Jahr hat der Modekonzern wie erwartet mit einem Umsatzrückgang abgeschlossen. Das Betriebsergebnis dürfte jedoch am oberen Ende der Prognose liegen.

MetzingenDer Modekonzern Hugo Boss hat 2016 nach ersten Berechnungen seine Einbußen eingegrenzt. Das Betriebsergebnis (Ebitda vor Sondereffekten) werde wohl am oberen Ende der Prognosespanne liegen, während der Umsatz lediglich um vier Prozent auf 2,69 Milliarden Euro geschrumpft sei, teilte Boss am Montag mit. Konzernchef Mark Langer hatte zuletzt ein Umsatzminus von bis zu zehn Prozent und einen Rückgang des Betriebsergebnisses von 17 bis 23 Prozent befürchtet. 2015 verbuchte Boss ein Ebitda von 594 Millionen Euro.

Gegenüber dem bisherigen Jahresverlauf habe sich das vierte Quartal besser entwickelt. „Die Ergebnisse des vierten Quartals zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind", sagte Langer. „In China haben wir im zweiten Halbjahr den Turnaround geschafft. Auch in Europa haben wir uns in einem schwierigen Marktumfeld gut behauptet.“

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Hinter dem Modekonzern liegt ein Jahr des Umbaus. Boss war mit einer teuren Ladenexpansion und dem Versuch, die Marke Boss im Luxussegment zu etablieren, gescheitert. Auch die Krise in der Modebranche ging an dem Unternehmen nicht spurlos vorbei. Nach einer Gewinnwarnung Anfang 2016 wurde fast die komplette Führungsriege ausgewechselt, unprofitable Läden wurden geschlossen.

Langer hatte nach dem überraschenden Abgang von Firmenchef Claus-Dietrich Lahrs im Februar 2016 die Verantwortung übernommen. Der ehemalige McKinsey-Mann verordnete Boss ein Restrukturierungsprogramm, das neben der Schließung von Läden und den Ausstieg aus dem Großhandel in den USA eine langsamere Expansion vorsieht. Zuletzt brach er zudem mit der Strategie seines Vorgängers und verabschiedete sich vom Luxusmarkt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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