Ikea: Gründer Ingvar Kamprad widerspricht Machtkampf mit Söhnen

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Der Ikea-Gründer Ingvar Kamprad bei einer Konferenz in Lausanne im März 2006

von Henryk Hielscher

Mit einem gemeinsamen Schreiben an die Mitarbeiter des schwedischen Möbelkonzerns Ikea sind Unternehmensgründer Ingvar Kamprad und seine drei Söhne Gerüchten über Machtkämpfe entgegen getreten.

„Glaubt nicht allen Zeitungsschlagzeilen“, heißt es in dem internen Schreiben vom 5. Oktober, das der WirtschaftsWoche vorliegt. Es gebe wichtigere Dinge, die die Familie beschäftigten. „Es stimmt, dass ich mich von einer Aufgabe nach der anderen zurückziehe“, heißt es in dem Schreiben Kamprads. Seinen schrittweisen Rückzug begründet der 86-Jährige mit gesundheitlichen Problemen. „Ich habe Schwierigkeiten mit meinem Rücken, und deshalb habe ich nicht die Energie, so weiterzumachen wie ich es bisher getan habe.“

Bei der künftigen Rollenverteilung wird sich der 48 Jahre alte Sohn Peter auf die Finanzsparte Ikano konzentrieren. Jonas, 46, übernimmt die Ikea-Leitung und Mathias, 43, Inter Ikea, wo unter anderem der Immobilienbesitz des Konzerns gebündelt ist. „Wir treffen uns oft, damit wir immer in enger Verbindung bleiben. Manchmal kommt Ingvar dazu, manchmal nicht. Aber ganz sicher gibt es keinen Machtkampf!“, versichern die Söhne in dem Schreiben. Die Kamprad-Familie habe „volles Vertrauen“ in Göran Grosskopf, den Aufsichtsratschef des Ikea-Mutterkonzerns Ingka.

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